Geld in Trauerkarte bei Verwandten

Das Sterben haben die Menschen leider bis heute nicht verlernt. Anders hingegen sieht es mit dem Umgang des Todes aus. Wurde dieser früher noch ganz bewusst im Alltag erlebt, ist es heutzutage häufig so, dass die Menschen in einem Pflegeheim, Hospiz oder einer anderen Einrichtung ihren letzten Atemzug tun. Kommt es dann zu einem Todesfall weiß so mancher nicht wie er damit umgehen soll und was hier als angemessen gilt. Sogar Verwandte haben häufig keine Ahnung, ob Geld in eine Trauerkarte gelegt werden sollte oder nicht.

Todesfall in der Verwandtschaft – Ist Geld in einer Trauerkarte hier üblich?

Kommt es zu einem Todesfall innerhalb der Familie, stellt sich auch hier immer die Frage, wie der eng die Verwandtschaft, sowie die Beziehung zum Verstorbenen war. Zumal es ebenfalls eine Rolle spielt, wie man zu den Hinterbliebenen steht. Heutzutage ist es schließlich nicht selten, dass auch Verwandte sich aus den Augen verlieren und sich somit nur alle Jubeljahre zu einem besonderen Anlass wiedersehen. Kommt es dann zu einem Todesfall in der Familie fragt sich auch hier so mancher, ob es üblich ist jetzt Geld in eine Trauerkarte zu legen.

Inzwischen kommt es in diesem Fall aber nicht selten vor, dass die Hinterbliebenen im Vorfeld Bescheid geben, ob statt des Blumenschmucks lieber Geld oder eine Spende für einen wohltätigen Zweck gesehen sind. Wurde vorab eine Todesanzeige in der Zeitung aufgegeben, findet sich hier häufig die Adresse an die, die Spende gehen soll. Manchmal sind hier auch mehrere Wunschempfänger zu finden.

Handelt es sich dagegen um einen Verwandten zu dem man eine enge Beziehung pflegte, werden die Hinterbliebenen bestimmt von sich aus kundtun, ob Geldspenden in der Trauerkarte gerne gesehen sind. Wer außerdem ebenfalls zu den Hinterbliebenen einen engeren Kontakt pflegt, wird wissen, ob Geld in dem Kondolenzschreiben gewünscht wird. Viele Verwandte handhaben es im Todesfall in der Familie so, dass neben einem Trauerkranz oder Trauergesteck auch noch Geld in die Trauerkarte gelegt wird. Vor allem dann, wenn es sich um eine Erdbestattung handelt.

Neben ein paar persönlichen Worten der Anteilnahme gilt es aber auch hier einen entsprechenden Vermerk zu tätigen. So können, beispielsweise, die Worte „Für Blumen“ oder „Für Grabschmuck“ dazu dienen, dass die Geldspende nicht als Beleidigung angesehen werden. Zumal es sogar Friedhöfe gibt, die nur eine gewisse Anzahl an Kränze, wie Gestecke auf dem Grab erlauben, so dass es bei einer großen Familie Sinn macht statt Blumen zu überreichen, Geld in die Karte zu legen.

Wie viel Geld sollten Verwandte in eine Trauerkarte legen?

Nach, wie vor ist es zwar immer noch umstritten Geld in eine Trauerkarte zu legen, allerdings gibt es dennoch immer mehr Personen, die dieses so handhaben. Außerdem finden sich natürlich auch Familien, die keinerlei oder nur geringfügige finanzielle Mittel für eine Bestattung haben. So kann es sich, beispielsweise, um ein sehr junges Familienmitglied handeln, welches plötzlich den Tod gefunden hat. Diverse Vorkehrungen für den Todesfall sind hier selten getroffen worden, so dass die Geldspende in der Trauerkarte in diesem Fall sogar willkommen ist.

Wie viel Geld am Ende in die Trauerkarte für den verstorbenen Verwandten gelegt wird, bleibt hingegen letztendlich jedem selbst überlassen. Als Faustregel gilt hier, je näher man dem Verstorbenen stand, desto höher sollte der Betrag sein. Wobei dies natürlich auch von der eigenen finanziellen Situation abhängt.

Fazit: Kommt es innerhalb der Familie zu einem Todesfall und ein Verwandter ist demnach verstorben, stellt sich auch hier die Frage, ob Geld in einer Trauerkarte nicht als Beleidigung aufgefasst werden könnte. Somit ist es auch in diesem Fall sinnvoll diskret nachzufragen, wenn die Hinterbliebenen nicht selbst einen Hinweis geben. Wer der Familie hingegen sehr nahe steht, weiß häufig, ob Geld im Kondolenzschreiben angebracht ist.

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