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Todesanzeigen

Aufbau einer Todesanzeige

Todesanzeigen  – im Übrigen auch als Nachruf bekannt – sollen uns eine kurze Lebenszusammenfassung über einen Verstorbenen liefern, die vom Autor einer Todesanzeige mittels Informationen die er als relevant und wichtig ansieht, befüllt wird.

Mittels der Veröffentlichung einer Todesanzeige, wollen die Familien oder Freunde ihre Umgebung in Kenntnis setzen, dass eine für sie wichtige Person aus dem Leben geschieden ist. Todesanzeigen werden im Regelfall durch Familienangehörige oder gute Freunde in einer Tageszeitung in Auftrag gegeben.

Was kostet eine Todesanzeige?

Die Unkosten im Zusammenhang mit der Aufgabe einer Todesanzeige können deutlich voneinander abweichend ausfallen. Die Kosten richten sich je nach Format, Farbe, Grafik, Häufigkeit der Schaltung, wie auch dem Bekanntheitsgrad einer Zeitung. Im übrigen ist in großen und überregional tätigen Verlagen, die Aufgabe einer Todesanzeige deutlich teurer, als im Amtsblatt jener Gemeinde in der der Verstorbene gelebt hat.

Aufbau einer Todesanzeige

Häufig enthalten Todesanzeigen neben dem Namen des Verstorbenen, darüber hinaus sein Geburts- bzw. Sterbedatum, kombiniert mit einem individuellen Trauertext oder Gedicht, dem Namen von Familienangehörigen wie auch von Freunden, ebenso dem Datum, Ort und Zeitpunkt der Beisetzung. Manche Todesanzeigen werden außerdem mit einem Bildnis des Verstorbenen versehen.

Geschichte der Todesanzeige

Zu welcher Zeit und an welchem Ort die erste Todesanzeige geschaltet wurde, lässt sich nicht mit letzter Gewissheit sagen, man vermutet jedoch, dass es im 16. Jahrhundert im Zuge der Einführung der Druckerpresse zu den ersten Nachrufen kam. Die ersten überlieferten Todesanzeigen enthielten außer dem Namen des Verstorbenen, auch sein Geburtsdatum, Todesdatum und die Todesursache.

Im 19. Jahrhundert sah der Herausgeber des Londoner Blattes „The Times“, das enorme Potential für Todesanzeigen und begann selbige von diesem Zeitpunkt an zu veröffentlichen. Um die Ehrerbietung wie auch den Stand des Verstorbenen in der Gesellschaft zu symbolisieren, wurden die Todesanzeigen immer größer. Todesanzeigen enthielten jetzt neben kurzen Gebeten, auch Gedichte und Kurzbiographien des Verstorbenen.

Dank des technischen Fortschrittes in der Drucktechnik, konnten mit Anbruch des 20. Jahrhunderts erstmalig auch Bilder in die Todesanzeige hineingearbeitet werden. 1999 kam dann noch das Medium Internet hinzu, wo es auf verschiedenen Webseiten möglich ist, einen digitalen Nachruf zu entwerfen wie auch zu veröffentlichen.

Todesanzeigen werde per Definition stets „posthum“ – also nach dem Tod veröffentlicht.

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