Trauerkranz – Kosten, Gestaltung, Beschriftung & Schleifentexte

In der Trauerfloristik bildet der Trauerkranz ein wichtiges Element. Wobei wahrscheinlich schon jeder einmal einen solchen Trauerkranz zu Gesicht bekommen hat. In den meisten Fällen handelt es sich auch tatsächlich um einen runden Kranz, der gänzlich aus hübschen Blumen besteht. So soll die runde Form ein Symbol der Ewigkeit darstellen. Wobei aber ebenso andere Formen, wie Herzen und Ähnliches inzwischen sehr beliebt sind. Trauerkränze werden außerdem stets mit einer Stoffschleife, welche bedruckt ist, versehen. Auf dieser Schleife findet sich dann ein letzter Gruß der Angehörigen an den Verstorbenen. Auch die Namen der jeweiligen Hinterbliebenen sind hier vertreten.

Meist waren die Trauerkränze früher nur aus Buchsbaum oder Tannenzweigen gebunden. In diesen Fällen gab die Kranzgröße dann Auskunft darüber, wie bedeutend der Kranzspender, wie der Verstorbene war. Dies spielt in der heutigen Zeit nicht mehr so eine bedeutende Rolle.

Welche Tradition steckt hinter dem Trauerkranz?

Bis zum Ende des 19.Jahrhunderts bekamen ausschließlich verstorbene Ledige einen Trauerkranz. Nur ganz langsam kam es dann zu der Entwicklung, dass ein jeder Verstorbene einen Trauerkranz erhalten sollte. Heutzutage ist es so, dass Verwandte, Vereinskameraden, gute Freunde, sowie Kollegen solche Trauerkränze zur Trauerfeier darbieten. Wobei es inzwischen aber häufig vorkommt, dass anstatt um Kränze um Spenden diverser Organisationen gebeten wird.

So mag diese Vorgehensweise zwar verständlich sein, dennoch ist die ästhetische, wie tröstliche Wirkungskraft der Trauerfloristik nicht zu unterschätzen. Demnach gilt es sich vorab zu überlegen, ob man tatsächlich gänzlich auf solche Kränze verzichten möchte. Zumal es natürlich ebenso stets den Wunsch des Verstorbenen zu erfüllen gilt.

Aus welchen Bestandteilen besteht ein Trauerkranz?

Grün ist die Farbe der Hoffnung im christlichen Glauben. Somit hatte das verwendete Tannengrün, sowie Buchsbaum in früheren Jahren auch eine Bedeutung. Um den Kranz noch ein wenig auf zu hübschen, kommen außerdem meist Lilien, Rosen, Nelken, Gerbera, Callas oder Chrysanthemen zum Einsatz, welche meist in der Farbe Weiß oder anderen hellen Tönen gewählt werden.  So soll dies, ein Zeichen für Reinheit, sowie Unschuld sein und die Trauer noch unterstreichen. Dabei bedeuten die verschiedenen Pflanzen stets etwas anderes.

Durchaus finden sich aber ebenso bei Beerdigungen verschiedene Moden, wie Trends. Immer öfter sieht man demnach auch farbenfrohe Trauerkränze mit verschiedenen Blumen. In manchen Fällen war dies schlichtweg der Wunsch des Verstorbenen, dem die Angehörigen dann nachkommen. Kommen Wiesenblumen bei einem solchen Gebinde zum Einsatz kann dies sehr filigran wirken. Unter Umständen zeigt dieser Kranz aber die Verbundenheit des Verstorbenen zur Natur. Ein knalloranger Trauerkranz dagegen kann den Geschmack des Toten wiederspiegeln.

Gibt es auch bei Wald-, See-, wie Feuerbestattungen Trauerkränze?

Nicht nur bei Erdbestattungen sind Trauerkränze ein zentrales Element der Trauerfloristik, denn dies gilt ebenso für Urnenbestattungen. In manchen Fällen ersetzt der Kranz hier dann die sogenannte Urnenhaube als Beigabe der Hinterbliebenen. Trauerkränze dieser Art werden auch als Urnenkränze bezeichnet und sind weitaus kleiner, als Kränze für eine Erdbestattung. In der Gestaltung hingegen finden sich hier aber meist keine Unterschiede.

Wie teuer sind Trauerkränze?

Trauerkränze gehören zu den teuersten Kondolenzwaren für eine Trauerfeier. So richtet sich der Preis nach der Ausstattung, Größe, wie Verarbeitung des Kranzes.  Zumal ebenso die Schleife, sowie die verwendeten Blumensorten hier eine bedeutende Rolle spielen. Demnach kann ein hochwertiger Kranz dieser Art bei einem Floristen schnell mal zwischen 70 und 200 Euro kosten. In diesem Fall erhalten die Hinterbliebenen aber auch ein individuelles, sowie aufwendig gearbeitetes Gesteck, welches die Würde des Toten noch unterstreicht.

Gibt es Alternativen zu einem Trauerkranz?

Anstatt einen Trauerkranz zur Bestattung mitzubringen, kann aber ebenfalls ein Trauergesteck als Zeichen der Verbundenheit, wie Anteilnahme zur Beerdigung mitgebracht werden. Meist sind diese ein wenig preiswerter. So handelt es sich bei einem Trauergesteck um ein geschlossenes Blumenarrangement. Diese gibt es auch in verschiedenen Formen, wie Größen. Auch hier ist nicht nur die runde Form sehr beliebt, denn ebenso darf es auch gerne ein Gesteck in Kreuz- oder Herzform sein. Zumal auch ein Gesteck mit einer Trauerschleife versehen und zur Beerdigung neben oder vor dem Sarg gestellt werden kann.

Verbleib des Trauerkranzes

Nach der Trauerfeier werden die Trauerkränze mit dem anderen Blumenschmuck zum Grab gebracht. Nachdem die Grube verschlossen wurde, werden diese dann aufs Grab gelegt. Dies nennt sich dann auch temporärer Grabschmuck. Sobald dann die Blumen auf den Trauerkränzen, wie Gestecken verwelkt sind, entsorgt die Friedhofsverwaltung diese. Jetzt können die Hinterbliebenen sich Gedanken zur Bepflanzung der Grabstätte machen, falls der Verstorbene hier nicht zu Lebzeiten eigene Wünsche geäußert hat.

Fazit: Trauerkränze gehören auch heute noch häufig zu einer Beerdigung dazu. Früher wurden diese meist lediglich aus Buchsbaum oder Tannengrün gebunden. Heutzutage handelt es sich hier meist um Blumenarrangements in verschiedenen Farbtönen. Trauerkränze besitzen außerdem nicht nur eine runde Form, denn inzwischen gibt es diese auch in Herz-, wie Kreuzformen und Ähnlichem.

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