Die Seebestattung – Kosten, Ablauf und Rituale

Auch die Seebestattung ist eine Art der Naturbestattung. Hierbei wird die Asche des Verstorbenen von einem Schiff aus im Meer beigesetzt. Wobei sich die Asche in diesem Fall in einer wasserlöslichen Urne befindet. Bislang ist das Verstreuen der Asche auf dem Wasser hierzulande leider nicht gestattet. In den meisten Fällen wird eine Seebestattung an der Ost-, wie Nordsee vorgenommen. Wobei es aber ebenso möglich ist eine solche in allen weiteren Weltmeeren vorzunehmen.

Welche Vorteile bringt eine Seebestattung mit?

Neben persönlichen Gründen finden sich bei einer Seebestattung auch finanzielle Gründe, denn bei einer Seebestattung fallen einige Kostenpunkte, die bei einer herkömmlichen Bestattung anfallen, einfach weg. Hat sich der Verstorbene außerdem dem Meer verbunden gefühlt oder zu Lebzeiten sogar den Wunsch geäußert auf diese Weise bestattet zu werden, kann man ihm mit der Erfüllung dieses Wunsches eine letzte Ehre erweisen. Des Weiteren gibt es einige Menschen die den Gedanken schätzen nach ihrem Tod zu ihrem menschlichen Ursprung, dem Element Wasser, zurückzukehren.

Kosten einer Seebestattung – Wie teuer ist eine Seebestattung?

Auch die Kosten einer Seebestattung variieren stark, denn auch diese ist abhängig von der Region, sowie vom Bestattungsunternehmen. Fest steht bei einer Bestattung auf See fallen keine Friedhofsgebühren, sowie Kosten für einen Grabstein oder für die Grabpflege an, sollte diese von einem Friedhofsgärtner übernommen werden. Aus diesem Grund sind die Ausgaben für eine Seebestattung kleiner, als bei anderen Arten der Bestattung. Des Weiteren ist eine Seebestattung an der Ostsee häufig preiswerter, als an der Nordsee. Wer hingegen am Mittelmeer oder einem der Weltmeere bestattet werden möchte, kann auch dies in die Wege leiten. Bestatter verlangen in diesem Fall allerdings einen Aufpreis. Außerdem werden die Kosten für eine Seebestattung ebenfalls durch eine Trauerfeier, Blumen und einem Trauerredner beeinflusst. Eine Seebestattung kann demnach zwischen 950 Euro und 5.050 Euro kosten.

Wie läuft eine Seebestattung ab?

Eine Seebestattung läuft meist nach den persönlichen Wünschen der Angehörigen bzw. des Verstorbenen ab. Die Urnen werden grundsätzlich bei einer solchen Naturbestattung von einem Schiff aus dem Wasser übergeben. Wobei die Bestattung immer außerhalb der Dreimeilenzone stattfindet. Das heißt, hier darf weder gefischt, noch Wassersport betrieben werden.

Da das Verstreuen der Asche hierzulande auf dem Meer nicht gestattet ist, muss diese stets in einer wasserlöslichen Aschekapsel bzw. Urne dem Wasser übergeben werden. Damit die Urne dann allerdings nicht auf dem Wasser herumtreibt, wird diese vorab beschwert. Bei einer Seebestattung können die Hinterbliebenen zwischen einem stillen Abschied oder einer Trauerfeier frei wählen. Zumal Bestattungsunternehmen heute sowohl anonyme, als auch begleitete Seebestattungen anbieten.

Eine Seebestattung muss gut organisiert werden

Damit eine Seebestattung reibungslos von statten geht, gilt es stets ein Bestattungsinstitut zu wählen, welches sich in diesem Bereich auskennt. So gilt es hier im Vorfeld, beispielweise, eine behördliche Genehmigung einzuholen. Im Vorfeld muss der Verstorbene zudem in ein Krematorium überführt werden. Zumal eine Seebestattung außerdem bei der Reederei angemeldet werden muss. Des Weiteren gilt es bei der Urnenwahl darauf zu achten, dass diese wasserlöslich ist. All diese Dinge kann ein Bestattungsunternehmen übernehmen, so dass die Hinterbliebenen sich in ihrer Trauer nicht mit diesen Formalitäten auseinandersetzen müssen.

Warum Seebestattung statt Friedhof?

Früher war es so, dass Seebestattungen als maritime Tradition nur für Gefallene auf hoher See von anderen Seefahrern vorgenommen wurden. Vor allem hygienische Aspekte spielten hier damals eine bedeutende Rolle, denn ein Leichnam konnte nicht allzu lange auf einem Schiff aufbewahrt werden. Heutzutage finden zahlreiche Menschen Gefallen an der Vorstellung auf hoher See ihre letzte Ruhe zu finden, anstatt auf einem Friedhof.

Fazit: Immer mehr Menschen entscheiden sich heute eine Seebestattung. Neben emotionalen, wie philosophischen Gründen spielt hier nicht selten auch der finanzielle Aspekt eine große Rolle bei dieser Bestattungsart. Einige Kostenpunkte entfallen bei einer Seebestattung, die bei einer herkömmlichen Beerdigung auf dem Friedhof anfallen würden.

Schon immer war es den Menschen ein Bedürfnis, auf die Würde der Bestattung zu achten. Je nach Kultur und Religion fallen die Bestattungsriten unterschiedlich aus. Die Seebestattung gehört zu den ältesten Varianten, da zu Urzeiten das Werkzeug für Feuer oder um Gräber auszuheben noch nicht vorhanden waren. So kam es entweder zur Luftbestattung, wobei die Leichname den Tieren ausgesetzt wurden, oder zur Seebestattung, indem Verstorbene den Flüssen und offenen Meeren übergeben wurden. Auch seefahrende Völker, wie Wikinger, haben die Seebestattung durchgeführt und somit die Toten der gewohnten Umwelt übergeben.

Um eine Bestattung auf See in der heutigen Zeit durchführen zu dürfen, ist es notwendig, dass der Verstorbene eine entsprechende Willenserklärung abgibt, in der er bekundet, dass er aus welchen Gründen auch immer eine Seebestattung wünscht, oder engste Verwandte, die es glaubhaft machen, dass dies der Letzte Wille des Verstorbenen war. Aus allen Schichten der Bevölkerung, aus den unterschiedlichsten Kulturen und aus verschiedenen Gründen wird der Wunsch einer Seebestattung häufig geäußert.

Ob es dabei um die Hoffnung geht, verschollene, gefallene und im Ausland gestorbene Ehemänner nach dem Ableben wieder zu finden, oder um das Bedürfnis, einem geliebten Menschen auf diese Weise näher zu kommen, oder auch die Letzte Ruhe durch die Wogen der Wellen zu finden und dabei immer in Bewegung zu sein, eine Seebestattung kann viele nachvollziehbare Gründe mit sich bringen.

Seeurne für Seebestattung

Noch aus Zeiten, als Beton-Urnen zur Seebestattung genutzt wurden, besteht die Vorschrift, dass eine Urne nur außerhalb der 3 Meilen Zone vor der Bundesrepublik Deutschland abgesenkt werden darf und nur in Gewässern, in denen keine Fischerei stattfindet. Bei einer heutigen Seebestattung kommt allerdings keine Beton-Urne zum Einsatz, sondern Seeurnen/ Aschenamphoren, die aus Materialien bestehen, welche sich nach gewisser Zeit auflösen.

Dadurch wird die Asche dem Meer in vollem Ausmaß übergeben. Häufig findet eine Seebestattung ohne die Angehörigen statt, aber das Erlebnis hinterlässt einen tiefen Eindruck. Während der Kapitän die Position ansteuert, ist nach kurzer Zeit nichts weiter zu hören, als das Klatschen der Wellen, womöglich einer Möwe und das Sausen des Windes.

Ausführung der Seebestattung

In unendlicher Ruhe und mit dem Geruch des Wassers in der Nase, findet die Bestattung auf See nach altem Seemannsbrauch mit dem Anschlagen der Schiffsglocke statt, während die Seeurne schließlich zu Wasser gelassen wird. Eigentlich ist es unüblich, eine religiöse und christliche Seebestattung durchzuführen, allerdings wird dies auf Wunsch genauso organisiert.

Auch findet die Dekoration durch Blumen bei einer Seebestattung statt, nur dass diese eben auf offener See treiben, statt auf einem Grab liegen. Im Anschluss der Seebestattung dreht das Schiff eine Runde um die Position und gibt wieder Signaltöne von sich, die der Verabschiedung dient.

Auch die instrumentale Begleitung ist auf dem Schiff möglich, indem eine CD auf Wunsch abgespielt wird. Wie bei jeder anderen Bestattung, wird auch bei der Seebestattung darauf geachtet, welche Wünsche die Angehörigen und die Verstorbenen äußern, schließlich dient auch eine Seebestattung dem Abschied, von einem geliebten Menschen.

Das weite Meer auszuwählen, um die ewige Ruhe einem Angehörigen zu gestatten, ist sicher eine besondere und eindrucksvolle Variante der Bestattungen. Außerdem hat eine Seebestattung im Laufe der Jahre bereits an Tradition gewonnen.

Seebestattung

Seebestattung ist einfach die Beseitigung toter menschlicher Überreste auf See, meist von einem kommerziellen Schiff oder Boot aus. Sie wird normalerweise von der Marine durchgeführt, manchmal in Zusammenarbeit mit Unternehmen, die an der Bergung von Leichen oder anderen Überresten beteiligt sind.

Die Seebestattung unterscheidet sich von traditionellen Bestattungen dadurch, dass der Leichnam nicht auf See eingeäschert wird. Stattdessen wird sie in einen gekühlten Container gelegt und in eine Leichenhalle gebracht, wo sie dann eingeäschert wird. Einige maritime Rechtsordnungen verlangen, dass die Einäscherung an Land durchgeführt wird, bevor der Leichnam bestattet werden kann. Dies geschieht oft, um der gesetzlichen Vorgabe, die Menschenrechte zu respektieren, nachzukommen. Wenn ein Bestattungsplatz für die trauernden Angehörigen zugänglich ist, kann dies erleichtert werden.

Ein typisches Behältnis für die sterblichen Überreste eines Verstorbenen ist ein Plastikbehälter, in den ein Sarg gelegt wird. Dieser wird dann von den Trauernden in die Leichenhalle getragen. Manchmal wird auch ein provisorisches Grab außerhalb der eigentlichen Leichenhalle angelegt, damit Freunde und Angehörige dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen können. Die Seebestattung stellt sicher, dass der Verstorbene nicht in Vergessenheit gerät. Der Sarg wird im Inneren versiegelt und die Überreste werden zur letzten Ruhestätte transportiert.

In der Leichenhalle angekommen, werden die sterblichen Überreste von einem Bestattungsbegleiter, manchmal auch als Bahrenteam bezeichnet, gebracht. Dies wird durch ein Mitglied des Bestattungspersonals erleichtert, das bei dem Sarg bleibt, bis er geöffnet wird, normalerweise durch den Bestatter des Verstorbenen. Die Begleitpersonen bringen den Sarg dann zur letzten Ruhestätte. Auf See ist es üblich, dass ein provisorisches Grab in einem Bereich angelegt wird, der von einem anderen Schiff zugänglich ist. Dieses provisorische Grab wird dann verschlossen, bis die Beerdigung abgeschlossen ist.

Auf See ist es üblich, dass die Beisetzung ohne einen Standard-Sarg stattfindet. Stattdessen kann ein Holz- oder Metallsarg verwendet werden. Auch hier werden die Überreste in die Leichenhalle transportiert. Auf See können Militärseelsorger und Polizeibeamte den Sarg in Übereinstimmung mit dem Seerecht eskortieren. Einige Seegesellschaften verlangen, dass alle nicht zugelassenen Gegenstände vor der Bestattung vom Schiff entfernt werden.

Eine andere Art der Seebestattung ist die schnelle Versenkung von Sargüberresten. Bei einer Seebestattung dieser Art wird typischerweise ein nicht abnehmbarer Sarg anstelle eines Standardsarges verwendet. Der Coffindroid ist so konstruiert, dass er den Elementen standhält. Diese Art der Bestattung trifft auch zusätzliche Vorkehrungen, um den Schutz der Überreste vor Meerwasser, Chlor und Eis zu gewährleisten.

Mehr zeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"