Verhalten auf dem Friedhof

Knigge für die letzte Ruhestätte: Was ist auf dem Friedhof erlaubt und was nicht?

Ein Friedhof ist ein Ort der Ruhe, der Trauer und auch der Würde. Diese Stille wirkt schon irgendwie etwas einschüchternd, sodass man schnell das Gefühl bekommt, dass Rennen, Singen oder Lachen verboten sind. Keine Geräusche von sich geben, das wäre optimal. Doch das Verhalten auf dem Friedhof muss nicht so sein.

Es handelt sich immerhin um eine Begegnungsstätte, wo Menschen zusammenkommen und sich ihren verstorbenen Liebsten nahe fühlen. Natürlich gibt es auch etwas seltsame Geschichte über Friedhöfe in denen ziemlich kuriose Ideen der Hinterbliebenen auftauchen. Beispielsweise wollte eine Frau auf dem Grab ihrer Großeltern Tomaten anpflanzen. Es soll an ihre vergangene Zeit erinnern.

Die Gemeinde kam schnell auf den Nenner, dass solch ein Verhalten auf dem Friedhof nicht gestattet ist. Obwohl die Geschichte schon ziemlich niedlich ist, oder? So fragt man sich nun sicherlich, wie locker man sich auf einem Friedhof verhalten darf. Immerhin dient es manch anderen Menschen auch als ein Ort der Erholung.

Spaziergänge entlang der schön gestalteten Gräber sorgen für Entschleunigung und sind somit durchaus erholsam. Doch bei so einem ausgelassenen Spaziergang fragt man sich schon was auf einem Friedhof so erlaubt ist.

Verhalten auf dem Friedhof für die Würde der Toten

Als allgemeine Aussagen für das Verhalten auf dem Friedhof könnte man sagen: Alles was der Würde eines Friedhofes angemessen ist. Bedeutet also, das man auf der Ruhestätte auch die Ruhe bewahren sollte. Lautes Singen oder das Rennen ist das schon ziemlich unangebracht. Nichtsdestotrotz sollte man den Ort nicht mit Scheu betreten. Ein Spaziergang? Absolut in Ordnung. Eine kleine Unterhaltung mit den grabpflegenden Nachbarn? Auch das ist in Ordnung.

Auch für Kinder sollte man vieles nicht zu engstirnig betrachten. Es sind immer noch Kinder, und sie unnötig streng in die Schranken zu weisen kann zu einem negativen Erlebnis, auch im Erwachsenenalter, führen. Der Tod ist ein natürlicher Prozess im Leben eines Menschen. Aus diesem Grund sollte man den Tod nicht als etwas Unangenehmes betrachten und erst recht nicht den Friedhof so unbeliebt machen.

Ein Besuch auf dem Friedhof kann etwas ganz Alltägliches sein. Und so sollte man sich auch verhalten – würdevoll wie im Alltag.

Nachts auf den Friedhof: Ist das verboten?

Pauschal kann man nicht sagen, dass das Betreten des Friedhofs in der Nacht verboten ist. Es kommt nämlich ganz auf den Friedhof an. Beispielsweise sind die Ruhestätten in der Nacht abgeschlossen. Meistens herrschen Öffnungszeiten zwischen 7 bis 18 Uhr. Betrittst Du den Friedhof auch nach der Schließzeit, dann gilt es als Hausfriedensbruch und wird geahndet.

Vor allem auf dem Land muss das nicht so sein. Dort gibt es selten Öffnungszeiten oder einen Friedhofswächter. Dort kannst Du theoretisch rund um die Uhr die Grabstätten besuchen. Allerdings sollte man diese Freiheit nicht für einen unsinnigen Grund ausnutzen.

Der Friedhof ist kein Ort für Mutproben oder ähnliche Aktionen. Auch ist das Betreten des Friedhofs zu später Stunde nicht empfohlen, da der Platz enorm dunkel ist. Und finstere Orte sind oftmals ein Platz für finstere Gestalten. So ist es durchaus vorgekommen, das Jemand in der Dunkelheit auf einem Friedhof überfallen wurde. Auch „Nichtigkeiten“, wie Stolpern, haben schon zum Einsatz von Hilfskräften geführt.

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