Friedhofsverwaltung – Ansprechpartner zur Organisation von Bestattungen

Sowohl der Betrieb, als auch die Verwaltung von Friedhöfen werden hierzulande im Bestattungs-, wie Friedhofsrecht geregelt. Wobei dieses Recht stets von den einzelnen Bundesländern etwas unterschiedlicher ausfallen kann. Sämtliche administrative Aufgaben, aber ebenso die Einhaltung des oben genannten Rechts übernimmt außerdem die Friedhofsverwaltung.

Friedhofsordnung, sowie Friedhofsverwaltung

Ein jeder Friedhof verfügt über eine fest geregelte Friedhofsordnung. Um deren Einhaltung, wie Ausgestaltung hingegen kümmert sich die Friedhofsverwaltung. Meist werden hier Dinge, wie Grabgestaltung, Beerdigungen, Nutzungsrechte, Verhaltensregeln, Ruhezeiten, aber ebenso Öffnungszeiten festgeschrieben. Außerdem verfügt diese spezielle Verwaltung ebenfalls ein Mitspracherecht, wenn es um die Form des Gewerbes, sowie die Werbung geht.

Was genau legt die Friedhofsverwaltung fest?

Nicht selten behalten sich Friedhofsverwaltungen vor, bestimmte Grabsteine zu erlauben oder eben nicht zu genehmigen. So nimmt diese Verwaltung ohnehin das Recht heraus, großen Einfluss auf die Gestaltung eines Grabes zu nehmen. Auf zahlreichen Friedhöfen ist es daher nicht gestattet das Grab einfach sich selbst zu überlassen. Ein jeder Friedhof soll schließlich ein stimmiges Gesamtbild vorzeigen, so dass es Pflicht ist ein solches mit einer entsprechenden Bepflanzung zu versehen. Ein jeder Friedhof hat hier allerdings seine ganz eigenen Regeln.

Welche Aufgaben hat eine Friedhofsverwaltung?

In der Regel arbeiten in der Friedhofsverwaltung Mitarbeiter der Kirchen bzw. der Kommunen. Diese sorgen dafür, dass die satzungsmäßigen Regeln, wie Normen umgesetzt werden und dass diese auch eingehalten werden. Außerdem beraten sie die Hinterbliebenen zu Themen, wie Bestattungsmöglichkeiten, wie Grabarten und kümmern sich ebenfalls um die Nutzungsrechte. In größeren Gemeinden, wie Städten finden sich oftmals hauptamtliche Friedhofsverwalter, während kleinere Friedhöfe nicht selten von ehrenamtlichen Friedhofsverwaltern geleitet werden.

Welcher Verstorbene, wo bestattet wurde, ist eine der Hauptaufgaben der Friedhofsverwaltung. Demnach kann  diese Verwaltung jederzeit nachvollziehen, in welchem  Grab, welche Person beerdigt wurde. Darüber hinaus weiß man hier auch darüber Bescheid, wie lange noch ein Nutzungsrecht läuft und wann genau die Mindestruhezeit abläuft. Ist außerdem eine weltliche Bestattung gewünscht oder aber ein Pfarrer kann die Grabrede nicht halten, kann auch dies ein Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung übernehmen.

Haben Angehörige Fragen wenden diese sich an die Friedhofsverwaltung. Hier finden die Hinterbliebenen auch Hilfe, wenn es um einen privaten Friedhofsgärtner geht. Gleiches gilt für einen Trauerredner, Bestatter oder Steinmetz. Die Friedhofsverwaltung kennt sich stets aus, wenn es um eine Bestattung, um die Grabpflege oder um eine Trauerfeier geht.

Friedhofsverwalter stehen vor einer herausfordernden Zukunft

Die Aufgaben, die eine Friedhofsverwaltung übernimmt, werden immer umfangreicher. So wird es, zum Beispiel, immer wichtiger auch für einen Friedhof zu werben. Durch den gesellschaftlichen Wandel, sowie alternative Bestattungsarten werden Verstorbene heute seltener auf einem herkömmlichen Friedhof beigesetzt.

Bei der Wahl des Bestattungsortes steht der Friedhof heute nicht mehr an erster Stelle. Damit sich dies wieder ändert, organisieren Friedhofsverwaltungen inzwischen verschiedene Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Lesungen, sowie klassische Konzerte. Seit dem Jahr 2001 gibt es außerdem jeweils am dritten Wochenende im September eines jeden Jahres den Tag des Friedhofs.

Auch mit der Digitalisierung kamen in den vergangenen Jahren neue Aufgaben auf die Friedhofsverwaltungen zu. Die alten, manuell gefertigten Papierpläne, auf denen die Belegungen der Gräber festhalten wurden, werden inzwischen digital erfasst und entsprechend bearbeitet.

Natürlich bringt die Digitalisierung auch in diesem Bereich einige Vorzüge mit und erleichtert die Arbeit einer Friedhofsverwaltung ungemein. Bis allerdings ein solcher digitaler Plan vorliegt und eingesehen werden kann, kann es einige Zeit dauern, denn es gilt einige Vorarbeiten zu leisten.

Fazit: Ein jeder Friedhof verfügt in der Regel über eine Friedhofsverwaltung. Bevor es allerdings Kommunen gab, arbeiteten hier Freiberufler, als Gärtner, Steinmetze, Sargträger und Ähnliches. Unabhängig voneinander verdienten diese damals ihr Geld. Ende des 18. Jahrhunderts kam es dann zu einer Kommunalisierung der Friedhöfe und somit wurden die Mitarbeiter neu organisiert, wie strukturiert. Die Friedhofsverwaltung wurde ins Leben gerufen.

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