Grabgestaltung: So bleiben Gräber das ganze Jahr pflegeleicht

Gilt es von einem geliebten Menschen für immer Abschied zu nehmen, ist dies allein schon schlimm genug. Wer dann allerdings bereits im Vorfeld weiß, dass sich auch die Grabgestaltung in Zukunft schwierig gestalten wird, muss sich gleich auch noch mit diesem Problem befassen. Angehörige möchten natürlich für den Verstorbenen ein schönes Grab gestalten. Viele blühende Blumen sollen es oftmals sein, die das Grab zieren und auch schöne Sträucher sind gerne gesehen.

Vor allem Angehörige, die aber weiter weg wohnen, sind meist nicht in der Lage jede Woche die Grabstätte zu besuchen, um dieses zu pflegen und frische Schnittblumen aufzustellen. Zahlreiche Friedhofsgärtnereien bieten heutzutage zwar eine Dauerpflege von Gräbern an, allerdings kostet diese Dienstleistung auch einiges.

Mehrere hundert Euro werden schnell fällig, nur damit ein anderer ab und zu einmal die Blumen auf dem Grab gießt, ein wenig Unkraut zupft und ein paar neue Blumen setzt. Nicht unbedingt ein lohnenswertes Geschäft für die Angehörigen, denen es nicht selbst möglich ist sich um die Grabstätte zu kümmern.

Dieses Geld können sich Angehörige außerdem auch einfach sparen, indem sie die Grabgestaltung so pflegeleicht wie nur möglich in die Wege leiten. Im Handel finden sich jede Menge verschiedener Sträucher und Pflanzen, die auch ohne regelmäßige Wasserzufuhr lange schön aussehen.

So erhalten diese Pflanzen stets genügend Nährstoffe aus dem Boden, ohne dass sie mehrmals wöchentlich gegossen werden müssen. Kommt gleichzeitig ein richtiger Boden zum Einsatz, ist ebenfalls das lästige Unkraut jäten nicht mehr nötig. Weit weg wohnende Angehörige müssen sich somit keine Sorgen machen, dass das Grab in kurzer Zeit wieder verwildert aussieht.

5 Tipps für eine pflegeleichte Grabgestaltung

  1. Wählen Sie die richtigen Pflanzen für das Grab

Ein Grab, welches das ganze Jahr über mit blühenden Pflanzen versehen ist, sieht nicht nur schön aus, sondern hilft auch bei der Trauerbewältigung. Wenn im Sommer die Tulpen in voller Pracht blühen und Angehörige einmal in der Woche einen neuen Strauß aufstellen können, bereitet dieses natürlich jede Menge Freude, allerdings ist dies nicht jedem Angehörigen immer möglich.

Demnach macht es Sinn Blumen zu wählen, die auch im Sommer mal bis zu drei Tage lang ohne Wasser auskommen können. Aus diesem Grund ist die Dipladenia häufig auf Gräbern zu finden. Die weiß, rosafarben oder rot blühende Pflanze ist sehr tolerant gegenüber Hitze und übersteht problemlos ein paar Tage ohne Wasser.

Auch die japanische Azalee eignet sich außerdem sehr gut für eine pflegeleichte Grabgestaltung. Hierbei handelt es sich um eine Gattung der Rhododendron. Das Besondere an dieser Pflanze ist die große Blütenpracht. Die japanische Azalee wächst sehr langsam und niedrig. Bei der Wahl der Grabpflanzen ist es ohnehin ratsam stets auf langsam wachsende Pflanzen zurückzugreifen.

  1. Wählen Sie Kies anstatt Erde für die Grabstätte

Pflegeleichter und einfacher zu handhaben ist außerdem Kies anstatt Erde. Hinzu kommt, dass weiße Kieselsteine sehr edel auf einem Grab aussehen und die blühenden Pflanzen noch besser zur Geltung bringen. Wer die Grabstätte hingegen nicht ganz so auffällig gestalten möchte, kann ebenso auf graue oder naturbelassene Kieselsteine zurückgreifen.

Oberflächlich werden die kleinen Steine dann auf der Erde gleichmäßig, sowie flächendeckend verteilt. Moos, sowie Unkraut haben es jetzt ebenfalls schwerer den Weg an die Luft zu finden, so dass Kieselsteine das Grab pflegeleichter gestalten. Es gilt nicht ständig Unkraut zu jäten und gerade im Sommer erübrigt sich so eine wöchentliche Grabpflege.

Rindenmulch anstatt Kieselsteine

Wer nicht auf Kies setzen möchte, kann aber auch auf Rindenmulch zurückgreifen. Dieser lässt sich ebenfalls preiswert kaufen und kann bei der Grabgestaltung von großem Nutzen sein. Auch in diesem Fall hat es Unkraut schwer an die Oberfläche zu kommen. Demnach muss das Unkraut zupfen nicht jede Woche in Angriff genommen werden.

  1. Bodendecker als Klassiker für das Grab

Zu den Klassikern auf Grabstätten zählen hingegen Bodendecker. Etliche verschiedene Sorten finden sich inzwischen im Handel. Lediglich Efeu sollte allerdings besser nicht auf das Grab gepflanzt werden, denn dieser Bodendecker wächst schnell. Im Nu wuchert diese Pflanze über die Grabgrenzen hinaus. Wer dass Efeu dann nicht regelmäßig zurückschneidet, läuft Gefahr Ärger mit dem Nachbarn oder dem Friedhofsgärtner zu bekommen.

Besser ist es somit, zum Beispiel, auf die rote Scheinbeere zu setzen. Dieser Bodendecker wächst höchstens 15 cm hoch und blüht von Oktober bis Mai in kräftigen Rottönen. Während andere Gräber lediglich im Winter in einem satten Grün erstrahlen, setzen Sie mit der roten Scheinbeere weiterhin auf schöne, farbliche Akzente. Ist die Blütezeit dieses Bodendeckers dann für beendet erklärt, finden sich im Handel bereits die ersten sommerlichen Pflanzen.

Es empfiehlt sich beim Pflanzen der Bodendecker ab und zu ein Fleckchen Erde frei zu lassen. In diese Lücken können dann Grableuchten oder Pflanzschalen ihren Platz finden, so dass das Gesamtbild ein wenig aufgelockert wird. Dies schafft dann ein ruhiges, besinnliches Flair.

Teil der Grabgestaltung dient auch als symbolischer Schutz

Viele verwenden ganz oder teilweise aber nicht nur Bodendecker, weil diese praktisch sind und Unkraut abwehren, sondern ebenso als schützende Decke. Pflanzen, wie der stachelige Feuerdorn oder der Ilex haben im Volksmund den Ruf das Böse fernzuhalten. Bei der Grabgestaltung gilt es außerdem nicht zu vergessen, die letzte Ruhestätte vor Wildkaninchen, Rehen, Feldhasen und Co zu schützen. Dies erreicht man am einfachsten durch Pflanzen, die den Tieren gar nicht gut schmecken.

Fazit: Im Grunde, ist es gar nicht so schwer eine pflegeleichte Grabgestaltung in die Wege zu leiten. Es gilt lediglich zu wissen, welche Pflanzen sich für die Gestaltung der letzten Ruhestätte am besten eignen. Viele Blumen, Sträucher, wie Bodendecker blühen lange Zeit auch ohne eine regelmäßige Wasserzufuhr und zeigen demnach beständig gegen Hitze. Im Herbst, wie Winter finden sich außerdem auch kälteunempfindliche Pflanzen, die sogar bei Frost und Schnee farbenfroh blühen.

Kies oder Rindenmulch verteilt auf der Erdoberfläche sehen außerdem nicht nur gut aus, sondern sorgen ebenso dafür, dass das Unkraut nur schwer an die Erdoberfläche kommen kann. Wöchentliches Unkrautjäten erübrigt sich auf diese Weise. Angehörige, die weiter weg wohnen, müssen sich demnach keine Sorgen machen, dass das Grab in kurzer Zeit verwildert aussieht. Mit den richtigen Pflanzen sieht die letzte Ruhestätte auch ohne regelmäßige Besuche stets gepflegt und schön aus.

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