Bestattungsarten

Es gibt weltweit die verschiedensten Formen der Bestattung. In Europa und Amerika, werden Bestattungen üblicherweise in würdiger Form vorgenommen.

Ist die Bestattungsart vom Verstorbenen nicht festgelegt worden, müssen die Hinterbliebenen darüber entscheiden.

Bei der Sargbestattung wird der Verstorbene, in der Erde eines kommunalen bzw. kirchlichen Friedhofs eingelassen und es wird ein Nutzungsrecht (20-30 Jahre) erworben. Bei der Sargbestattung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Einzelgrab, als Wahlgrab oder in Reihenfolge als Reihengrab,
  • Gemeinschaftsgrab (auch Familiengrab genannt), indem mehrere Bestattungsfälle gemeinsam erfolgen können,
  • zu Krisenzeiten kann es unter Umständen auch zu einer Bestattung in einem Massengrab kommen,
  • bei besonders würdevollen Bestattungen wird der Sarg in einem ummauerten Grab (auch Gruft genannt) oder in einem Mausoleum aufbewahrt,
  • Als „Eselsbegräbnis“, wurden Bestattungen bekannt, wobei gesellschaftliche Außenseiter/ auch Suizidenten unter entwürdigenden Formen einer Sonderbestattung beigesetzt oder verscharrt wurden.

Eine weitere Form der Bestattung ist die Feuerbestattung, bei dem der Leichnam in einem Krematorium verascht wird. Die Feuerbestattung ist grundsätzlich nur möglich, wenn der Verstorbene diese Bestattungsart schriftlich verfügt hat. Die Beisetzung der Asche erfolgt in der Regel in einem Urnengrab mit oder ohne Urne:

  • in der Erde, normalerweise auf einem umgrenzten, dafür vorgesehenen Friedhof.
  • Möglich ist auch eine Bestattung in einer schnell abbaubaren Urne, die wiederum im Wurzelbereich von Bäumen oder auf Bergwiesen beigesetzt wird. Diese Naturbestattungen sollen den Kreislauf zu neuem Leben befördern.
  • Für Urnen besteht auch die Möglichkeit des Einstellens in eine Urnenwand (Kolumbarium) oder in Nischen der Friedhofsmauer.
  • Ohne Urne besteht die Möglichkeit des Verstreuens der Asche auf einer ausgewiesenen Aschestreuwiese oder einem See, denkbar auch aus einem  Ballon.

Spezielle Sonderformen der Nutzung eines Teils der Asche in Nachfolge einer Feuerbestattung sind:

  • die Umformung etwaigen amorphen Kohlenstoffs der Asche zum Diamanten, als Erinnerungsstück.
  • In exklusiven Fällen kann auch ein geringer Teil der Asche mit Raketen in den Weltraum befördert und dort der Ewigkeit übergeben werden.

Eine Seebestattung erfordert eine Erklärung des Verstorbenen oder setzt einen Antrag der Hinterbliebenen voraus, aus dem eine besondere Verbundenheit des Verstorbenen zur See hervorgehen muß. Die Seebstattung erfordert, das nur die Asche eines Menschen der See übergeben werden darf, was widerrum eine Einäscherung voraussetzt. In der Regel erfolgt die Beisetzung in einer wasserlöslichen Urne von Schiffen aus.

In fernöstlichen Regionen, gibt es noch die Form der Himmelsbestattung. Sie ist eine religiös begründete sowie von den Naturbedingungen definierte Form der Bestattung und erfolgt bei den Parsen durch die Bestattung auf den „Türmen des Schweigens“ mittels Fraß durch Greifvögel.

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Ein Kommentar

  1. Himmelsbestattung

    In der SChweiz gibt es seit neuestem die Himmelsbestattung, wo die Asche von verstorbenen wirklich im Himmel verstreut wird, nämlich auf einer Höhe von 30’000-35’000 Metern Höhe. Diese Art der BEstattung hat keinen Bezug zur Tibetanischen Himmelsbestattung, da der Körper bereits eingeäschert sein muss, damit die ASche in einer speziellen Urne auf diese Höhe transportiert werden kann und dort verstreut.