Trauer Redner für die Beerdigung – Würdige Worte für den Abschied

Neben Dekoration, Blumen, Musik, sowie Kerzen verbinden wir Menschen eine Trauerfeier auch immer mit würdigen Worten, die von einem geistlichen oder weltlichen Trauer Redner an die Trauergäste gerichtet werden. Bezeichnet wird eine solche als Trauerrede oder Grabrede. So dient diese dazu den Trauernden die Persönlichkeit, sowie das Leben des Verstorbenen noch einmal Revue passieren zu lassen. Zumal eine solche Rede den Hinterbliebenen hilft sich an den Verstorbenen zu erinnern.

Eine Trauerrede soll den Verstorbenen und sein Leben ein letztes Mal in den Mittelpunkt stellen. Erinnerungen, sowie Anekdoten, aber auch einzelne Stationen des Lebens werden hier vorgetragen. Mit Hilfe einer einfühlsamen Grabrede realisieren die Hinterbliebenen meist erst den schmerzlichen Verlust und die Trauerbewältigung nimmt seinen Anfang.

Was sind die Aufgaben
eines Trauerredners?

Die Aufgaben eines Trauerredners sind vielfältig und erfordern ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Professionalität. Zunächst führt der Trauerredner intensive Gespräche mit den Angehörigen des Verstorbenen, um ein genaues Bild von dessen Leben, Persönlichkeit und besonderen Momenten zu erhalten. Diese Informationen sind essenziell für die Erstellung einer persönlichen und würdevollen Trauerrede.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Planung und Koordination der Trauerfeier. Der Trauerredner übernimmt die organisatorische Leitung, stimmt sich mit dem Bestattungsunternehmen und anderen Beteiligten ab und sorgt dafür, dass die Zeremonie reibungslos verläuft. Hierzu gehört auch die Auswahl passender Musikstücke, Gedichte oder Zitate, die die Trauerfeier bereichern.

Während der Zeremonie hält der Trauerredner die Rede, führt durch das Programm und sorgt für eine respektvolle Atmosphäre. Dabei geht es nicht nur darum, den Verstorbenen zu würdigen, sondern auch den Hinterbliebenen Trost zu spenden und ihnen einen Raum für ihre Trauer zu geben. Oft steht der Trauerredner auch nach der Zeremonie für Gespräche und Unterstützung zur Verfügung.

Wie findet man einen guten Trauerredner?

Einen guten Trauerredner zu finden, erfordert etwas Recherche und Fingerspitzengefühl. Zunächst können Empfehlungen von Freunden, Familie oder dem Bestattungsunternehmen hilfreich sein. Diese persönlichen Empfehlungen sind oft verlässlich, da sie auf echten Erfahrungen beruhen.

Online-Recherchen bieten ebenfalls eine gute Möglichkeit, Trauerredner in der Region zu finden. Viele Trauerredner haben eigene Websites, auf denen sie ihre Leistungen, Qualifikationen und Referenzen vorstellen. Bewertungsportale und Foren können zusätzliche Einblicke geben.

Ein persönliches Gespräch ist unerlässlich, um den richtigen Trauerredner zu finden. Dieses erste Gespräch sollte genutzt werden, um Fragen zu stellen und ein Gefühl dafür zu bekommen, ob der Trauerredner empathisch, professionell und vertrauenswürdig ist. Achten Sie darauf, dass der Trauerredner auf Ihre Wünsche eingeht und sich Zeit nimmt, um Ihre Anliegen zu verstehen.

Wer sollte eine Trauerrede halten?

Die Entscheidung, wer eine Trauerrede halten sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In vielen Fällen wird ein professioneller Trauerredner engagiert, der die nötige Erfahrung und sprachliche Gewandtheit mitbringt, um eine bewegende und respektvolle Rede zu halten.

Alternativ können auch Familienmitglieder oder enge Freunde des Verstorbenen die Trauerrede übernehmen. Diese Option kann besonders persönlich und emotional sein, da die Redner aus eigener Erfahrung und mit tiefem persönlichen Bezug sprechen können. Allerdings erfordert dies auch Mut und die Fähigkeit, in einer emotional belastenden Situation klar zu sprechen.

Einige Familien entscheiden sich für eine Kombination aus beiden: Ein professioneller Trauerredner führt durch die Zeremonie, während Angehörige und Freunde persönliche Beiträge leisten. Diese Mischung kann eine sehr persönliche und dennoch strukturierte Trauerfeier gewährleisten.

Wer bezahlt den Trauerredner?

Die Kosten für den Trauerredner werden in der Regel von den Angehörigen des Verstorbenen getragen. Oft sind diese Kosten Teil der Gesamtkosten für die Beerdigung und können im Rahmen der Bestattungsvorsorge geplant und abgesichert werden.

Einige Bestattungsunternehmen bieten Komplettpakete an, die auch die Kosten für den Trauerredner enthalten. Es ist ratsam, sich im Vorfeld genau über die anfallenden Kosten zu informieren und verschiedene Angebote zu vergleichen. Gegebenenfalls kann auch die Sterbegeldversicherung zur Deckung der Kosten herangezogen werden.

Was für Fragen stellt ein Trauerredner?

Ein Trauerredner stellt während des Vorgesprächs zahlreiche Fragen, um ein umfassendes Bild des Verstorbenen zu erhalten. Typische Fragen können sein:

  • Wie war der Name des Verstorbenen und wie wurde er genannt?
  • Wann und wo wurde der Verstorbene geboren?
  • Was waren seine wichtigsten Lebensstationen?
  • Welche Hobbys und Interessen hatte er?
  • Welche besonderen Ereignisse und Anekdoten aus seinem Leben gibt es?
  • Wie beschreiben Sie die Persönlichkeit des Verstorbenen?
  • Welche Werte und Überzeugungen waren ihm wichtig?
  • Gibt es besondere Wünsche für die Trauerrede oder die Zeremonie?

Diese Fragen helfen dem Trauerredner, eine individuelle und persönliche Rede zu verfassen, die das Leben und die Persönlichkeit des Verstorbenen widerspiegelt.

Der konfessionelle Trauer Redner

Bei einer christlichen Bestattung führt entweder der katholische Priester oder der evangelische Pfarrer die Trauerrede. Diese findet entweder in einer Kapelle oder in der Kirche statt. Zu einer christlichen Trauerrede gehören neben persönlichen Worten dann auch das Verlesen von Psalmen aus der Bibel, gemeinsame Gebete, sowie das Singen von Liedern. Am Grab spricht der geistliche Trauerredner dann erneut ein paar Dankes-, wie Geleitworte.

Der professionelle Trauer Redner

Ist die Trauerfeier, sowie die Bestattung an keine Konfession gebunden, handelt es sich hier um eine freie, nicht kirchliche Beerdigung bzw. Trauerfeier. Sogenannte freie Redner halten allerdings nicht nur Trauerreden, sondern bieten ihre Dienste auch auf anderen Feierlichkeiten, wie Hochzeiten und Ähnliches an.

Gemeinsam mit den Hinterbliebenen erarbeiten diese Trauerredner dann vor der Bestattung eine persönliche Grabrede. Manche Bestatter sind heute auch selbst als Trauerredner ausgebildet.

Bekannte, Freunde oder Angehörige als Trauerredner

Eine jede Trauerrede ist individuell und beschreibt den Charakter, sowie das Leben des Verstorbenen. Besonders persönlich wird die Trauerrede stets, wenn diese von einer Person vorgetragen wird, die den Verstorbenen persönlich kannte. Für die meisten Hinterbliebenen ist es allerdings unsagbar schwer die letzten Worte zu sprechen. Wer sich jedoch dennoch dazu entschließt, erweist dem Verstorbenen eine ganz besondere letzte Ehre.

Wie viel kostet ein Trauerredner?

Die Länge einer Trauerrede kann unterschiedlich lang ausfallen. In der Regel dauert diese zwischen 15 und 20 Minuten, manchmal auch eine halbe Stunde. Zudem berechnet ein Trauerredner aber ebenso die Zeit, welche für das Vorgespräch mit den Hinterbliebenen nötig ist. Hinzu kommen dann meist noch Fahrtkosten.

Die Kosten für einen Trauerredner sind demnach völlig unterschiedlich und variieren von Trauerredner zu Trauerredner. Auch in welcher Region in Deutschland ein solcher Redner in Anspruch genommen wird beeinflusst die Kosten für einen solchen, denn je nach Stadt, Region, wie Bundesland unterscheidet sich das Honorar eines Trauerredners stark.

So können die Kosten hierzulande zwischen 190 und 650 Euro liegen. In der Schweiz verdienen Trauerredner pro Trauerfeier sogar zwischen 750 und 1050 Euro. Wohnt der Trauerredner hingegen nicht in der Region in der die Beerdigung stattfinden soll, kommen dann noch Kosten für die Anreise hinzu, manchmal auch Übernachtungskosten. Die Fahrtkosten werden nicht selten pro Kilometer abgerechnet.

Fazit: In der Regel gibt es auch einer jeden Trauerfeier einen Trauerredner. Hierbei kann es sich um einen Priester, einen Pastor, um einen professionellen Redner oder auch um einen Freund, Angehörigen oder Bekannten handeln. Letzteres kommt aber eher selten vor, denn vielen Hinterbliebenen fällt es unsagbar schwer hier die letzten Worte zu finden.

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