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Staatliche Zuschüsse für die Beerdigung

Dass die Kosten für eine Beerdigung immens gestiegen sind, ist landläufig bekannt und macht vielen Angst. Gerade wer von seiner Rente eben gerade so leben kann, weiß nicht, wie er seinen Hinterbliebenen eine entsprechend Summe vermachen kann, die für die Kosten des Todes ausreicht. Lebensversicherungen kann man meist im Alter nicht mehr abschließen, und die aus jungen Jahren sind aufgebraucht. Sinnvoll kann eine sogenannte Sterbegeldversicherung sein. Diese kann man direkt an den Bestatter gehen lassen und mit diesem zuvor klären, was und wie mit dem Geld ausgerichtet werden soll.

Gibt es staatliche Hilfen?

Hier muss unterschieden werden: Hat der Verstorbene keine Hinterbliebenen, die sowohl erben als auch die Trauerfeier auszurichten haben, trägt die Kosten der Bestattung die Kommune. Die Beisetzung erfolgt unter dem grünen Rasen auf dem anonymen Grabfeld. Bis vor einigen Jahren haben sich an den Kosten die Krankenkassen beteiligt, aber dieser Zuschuss wurde ohne große Veröffentlichung einfach ersatzlos gestrichen. Können die Hinterbliebenen die Kosten aber nicht aufbringen, etwa weil sie Hartz-IV-Empfänger sind, dann springen unter Umständen, und auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt, die Sozialämter ein.

Gibt es weiter Hilfen?

Die dafür zutreffenden Gesetze sind zwar verschieden, aber im Zweifelsfall ist die Kommune der zuständige Ansprechpartner für Hilfen. Hier kann man sich hinwenden und sehen, ob eine pauschale Hilfe gezahlt wird, oder zumindest eine Direkthilfe erfolgt. Vielerorts wird es so gehandhabt, dass zunächst eine Hilfe erfolgt, damit die Beerdigung durchgeführt werden kann. Stellt sich später heraus, dass es ein Erbe gab, wird dieses nachträglich dafür eingefordert. Dafür ist unerheblich, wer geerbt hat. Für die Ausrichtung und Bezahlung der Trauerfeier ist prinzipiell der Erbe zuständig. Steht dieser noch nicht fest, weil das Testament noch nicht eröffnet wurde, sollten sich die potenziellen Erben einigen, wie sie dies zunächst handhaben, und später abrechnen können.

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2 Kommentare

  1. Am besten wäre es, wenn das Sterbegeld der Krankenkassen wieder eingeführt würde. (die Kassen haben doch genügend Überschüsse erwirtschaftet)

  2. Die Krankenkassen zahlen 90-jährigen OPs wie Neue Kniescheibe oder Künstliche Hüfte und Teuere Dialysen. Für Beerdigung ist aber kein Geld da. Das ist einfach eine SAUEREI.