Grabpflege Kosten – Leistungen, Preise und Richtwerte

Mit welchen Grabpflegekosten muss man heute ca. rechnen? Geht es um die Grabpflege haben die Hinterbliebenen die Wahl sich entweder selbst um diese zu kümmern oder aber einen Friedhofsgärtner mit dieser Aufgabe zu betrauen. Viele Angehörige nehmen heute gerne die Dienste eines Friedhofsgärtners in Anspruch, denn zahlreiche Gründe sprechen für diese Entscheidung. So gibt es viele Angehörige, die zum Beispiel, weit weg vom Friedhof wohnen. Andere hingegen haben schlichtweg keine Zeit sich selbst um die Pflege des Grabs zu kümmern oder besitzen einfach nicht genügend Erfahrung mit der Pflanzen-, wie Gartenpflege.

Die Rechte, sowie Pflichten der Pflege eines Grabes lassen sich in diesen Fällen problemlos und ganz bequem mit einem Fachmann abdecken. Außerdem können sich die Hinterbliebenen so sicher sein, dass die Gestaltung der Grabfläche gemäß den Vorschriften, der saisonalen Auswahl der Pflanzen und die spätere Pflege des Grabs in erfahrene, wie fachmännische Hände gelegt worden ist.

Was kostet die Grabpflege, wenn diese ein Friedhofsgärtner übernimmt?

Wie hoch ist die durchschnittliche Grabpflegekosten Höhe? Je nach Art des Grabs und Umfang der Leistungen seitens des Gärtners kann die Grabpflege zwischen 80 und 700 Euro jährlich kosten. Sowohl der Zeitabstand zwischen den gärtnerischen Pflegedienst, als auch die Fläche, die es zu bepflanzen gilt, spielen hier eine wichtige Rolle bei den Kosten der professionellen Grabpflege.

Je häufiger das Grab bepflanzt werden soll und je größer die Pflanzfläche ist, desto kostspieliger wird eine solche fachmännische Pflege. Gilt es lediglich einen Urnengrab zu pflegen, kostet dies natürlich weitaus weniger, als die Pflege eines Erdgrabes. Bei Letzterem wird außerdem noch unterschieden, ob es sich um Erdreihen oder Erdwahl handelt.

Ungefähr sechs Wochen nach der Bestattung eines Verstorbenen gilt es stets die bereits verwelkten Blumen, Kränze und Ähnliches vom Grab zu entfernen und die Organisation der Grabpflege in Angriff zu nehmen. In der Regel übernehmen die Friedhofsgärtner bei der sogenannten Ersteinrichtung des Grabs ebenfalls das Entfernen der Blumenkränze. Außerdem die Grabstätte jetzt auch eingeebnet, sowie mit Pflanzenschalen und anderen ersten Pflanzen versehen. Eine solche provisorische Grabanlage ruft Kosten zwischen 70 und 450 Euro auf den Plan.

Wie teuer ist die Pflege einer dauerhaften Grabanlage?

Erst ein halbes bis einem Jahr nach der Beisetzung des Verstorbenen kann die erste dauerhafte Pflege des Grabs stattfinden. Gerade im ersten Jahr verdichtet und setzt sich der Erdboden noch um einiges. Mit humusreicher Erde wird der Senkschaden hier im Vorfeld noch einmal ausgeglichen. Erst dann können die ersten Pflanzen auf der Grabfläche eingepflanzt werden. Zwischen 250 und 1300 Euro kann eine solche erste dauerhafte Grabanlage kosten.

Wie teuer diese Dienstleistung letzten Endes wird, hängt zum großen Teil von der Grab-Art bzw. der Grab-Größe, sowie von der Pflanzenart und der Bepflanzungsdichte ab. Meist wird eine zweite dauerhafte Grabanlage dann erst wieder nach fünf bis zehn Jahren nötig, denn in diesem Zeitraum setzt sich die Erde am Boden erneut und es gilt den Höhenunterschied erneut mit Humus auszugleichen.

Gestaltung des Grabs

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten ein Grab zu gestalten. Haben die Hinterbliebenen hier keinerlei Vorstellungen und der Verstorbene hat zu Lebzeiten in dieser Hinsicht keine Wünsche geäußert, kann der ausgewählte Friedhofsgärtner hier weiterhelfen. Sowohl die Erstbepflanzung, als auch die weitere Grabpflege bespricht dieser Fachmann gerne mit den Angehörigen. Fragen zu Bodendecker, sowie zu Symbolpflanzen oder Rahmenbepflanzung können in diesem Gespräch geklärt werden.

Welche Pflanzen sich für das jeweilige Grab am besten eignen, hängt außerdem stets von der Lage, der Sonneneinstrahlung, sowie von der Bodenbeschaffenheit ab. So weiß der Profi in diesem Fall am besten, wie sich die Wünsche des Verstorbenen, wie der Hinterbliebenen erfüllen lassen. Es gilt die Einzelheiten zur Pflege, sowie zur Bepflanzung des Grabs in Form eines Grabpflegevertrags im Rahmen der Bestattungsvorsorge verbindlich festzuhalten. Mit dieser Vorgehensweise sind dann nicht nur die Hinterbliebenen auf der sicheren Seite, wenn es um die korrekte Erfüllung des Auftrags geht, denn ebenso müssen die Angehörigen auch nicht befürchten, dass es zu Zusatzkosten kommt.

Fazit: Der Tod eines lieben Menschen ist immer etwas Schreckliches. Vielen wird es jetzt bewusst, wie vergänglich das Leben ist. Einige Hinterbliebene sind nach der Bestattung regelrecht wie betäubt und besitzen gar nicht die Kraft sich bereits nach sechs Wochen mit der ersten Grabpflege zu beschäftigen. So mancher nutzt in diesem Fall demnach gerne professionelle Hilfe und betraut einen Friedhofsgärtner mit der Grabpflege, wie –Gestaltung. Gleiches gilt häufig auch für Angehörige, die weiter weg wohnen oder denen einfach die Zeit für diese Aufgabe fehlt.

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