Urne mit nach Hause nehmen

Wer Urne + Asche des Verstorbenen zu Hause aufbewahren möchte, muss da schon einige juristische Kreativität sowie Courage aufbringen. Denn in Deutschland gibt es einen Friedhofszwang der besagt, das keine physischen Reste  außerhalb der dafür vorgesehenen Orte wie Friedhof, Friedwald usw. aufbewahrt oder beigesetzt werden dürfen.

Dieses nicht zu verstehende „Feuerbestattungsgesetz“ rührt noch aus der Zeit des Hitler-Regimes. Anders als in einigen Nachbarstaaten wie der Schweiz, Niederlande oder Spanien, gilt in Deutschland die Asche in Privathand, als Ordnungswidrigkeit. Viele Bundesbürger wünschen sich aber, dass ihre Asche nach der Kremierung nicht auf einem Friedhof beigesetzt wird.

Zur Erreichung Ihres Wunsches ist in jedem Fall ein unproblematischer Umweg über eines unserer Nachbarstaaten mit weitaus liberaleren Bestattungsgesetzen notwendig.

Wie Sie das erreichen?

Mittel und Wege um den deutschen Friedhofszwang zu umgehen, erfahren Sie in Kürze auf unserer Webseite. Wir behalten aktuelle Entwicklungen bezüglich des Bestattungsgesetz im Auge.


Was genau ist ein Urnengrab?

Wird ein Verstorbener in einem Krematorium eingeäschert, werden seine Überreste im Anschluss in eine Urne gegeben. Erst dann erfolgt die Bestattung in einem Urnengrab. Ein Urnengrab ist demnach ein Grab, in welchem die Asche eines Verstorbenen seine letzte Ruhestätte findet. Wobei es aber auch hier mehrere Möglichkeiten gibt.

-> Mehr zum Thema Urnengrab

Die Urnenwand

Seit einigen Jahren wird eine neue Bestattungsform immer populärer: Die Einäscherung und anschließende Beisetzung in einem Fach einer Urnenwand (Kolumbarium). Grundsätzlich gilt für alle Urnenwände, gleich auf welchem Friedhof sie sich befinden, in ihren einzelnen Kammern werden die Urnen der Verstorbenen oberirdisch beigesetzt, nicht in die Erde eingelassen.

-> Mehr zum Thema Urnenwand

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ommentare

  1. Wir beraten Sie gerne persönlich oder per eMail zu diesem Thema.
    Mit freundlichem Gruß
    Mark Schneider

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  4. Sehr geehrte Damen und Herren,

    zwei Bemerkungen zu obigen Äußerungen kann ich nicht für mich behalten:
    1. Das „nicht zu verstehende Feuerbestattungsgesetz“ gilt in KEINEM Deutschen Bundesland.
    Hier gibt es im Sinne des Föderalismus jeweils eigene Gesetze. Außerdem ist das Gesetz nur noch unter der NSDAP-Regierung verabschiedet worden. Daran ist m. W. weit über zehn Jahre gearbeitet worden.
    2. Der Wunsch die Urne mit nach Hause zu nehmen mag auf den ersten Blick ja plausibel sein.
    Vergessen werden dabei alle anderen Verwandten, Freunde und Bekannten, die auch ein Recht zur Trauer am Grabe des Verstorbenen haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Günther Ahrendt

  5. Hallo Zusammen, soweit mir bekannt ist, gilt nach schweizer Bestattungsrecht die Urne ab der Übergabe an die Hinterbliebenen als beigesetzt. Durch diverse schweizer Naturbestatter ist es daher problemlos möglich, auch in Deutschland die Urne zur freien Verfügung mit nach Hause zu nehmen. Viele Grüße aus Hamburg, Hans

  6. Hallo Hans, ich bin in einem Ordnungsamt tätig und kann Ihnen folgendes sagen. Das Verwahren von Totenasche in Privatbesitz ist eine Ordnungswidrigkeit, diese hat kein Verfallsdatum. Sie könnten also auch nach 20 Jahren noch belangt werden. Auch wenn man das Gesetzt umgeht, wie in der Schweiz wo ein anderes Totenrecht existiert und man zur Trauerbewältigung die Urne nach hause gesendet bekommt, ändert nichts daran, dass die Urne sobald sie auf deutschen Hoheitsgebiet ist wieder beigesetzt werden muss.
    In Deutschland ist das Aufbewahren der Urne zu Hause eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 150 Euro belegt werden kann. Dies ist aber nur ein kleiner Punkt, wesentlich kostenintensiver ist die nachfolgende Beschlagnahme der Urne und darauf folgende Zwangsbestattung. Wobei die Kosten von bis zu 3000 Euro auf die Hinterbliebenen zukommen würden. Auch der Bestatter würde mit einer erheblichen Geldbuße belegt werden
    Viele Grüße Richard A.

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