Wohnen auf Gräbern?

Berlin plant Friedhöfe umzunutzen

Berlin ist knapp bei Kasse. Deshalb erwägt die Stadt, Friedhöfe in Parkanlagen oder in Bauland umzuwandeln.

Der Friedhof Baumschulenweg in Berlin Treptow ist ein Urnen-Friedhof; Wiesen und lichter Kiefernbestand, weit verstreute kleine Gräber, wenig Schmuck – extravagant nur die überlebensgroße weibliche Skulptur des Bildhauers Fritz Cremer. Sie trauert um die 2300 ermordeten Häftlinge aus den Konzentrationslagern Dachau und Sachsenhausen, die in Waggons hierher geschafft und verbrannt wurden.
Das Krematorium von damals steht nicht mehr, statt seiner wurde in den 90er-Jahren ein hochmodernes Gebäude der Stararchitekten Axel Schulte und Charlotte Frank errichtet – für 60 Millionen Mark.

„Wat der Bürger dazu sagt, behalt ich jetzt lieber für mich.“

… meint Jutta Knubbe von der Friedhofsverwaltung Treptow-Köpenick. Sie gehört nämlich zu den ersten Verwaltungen, die Pläne des Berliner Senats in die Tat umsetzen, die Friedhofsflächen zu verkleinern.

Das ganze Interview finden Sie unter: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/1027930/

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