Home / Bestattungsformen / Wo wurden arme Ägypter bestattet?

Wo wurden arme Ägypter bestattet?

Das Mumifizieren eines Leichnams war im alten Ägypten eine hohe Kunst und sehr teuer. Es diente dazu, der Seele nach dem Tod ihr Gefäß zu erhalten, auf dass sie weiterleben konnte, jedenfalls so lange, bis sie die Überfahrt ins Totenreich des Osiris geführt hatte.

Der Glaube ist für alle da. Also mussten auch die armen Leute einen Weg finden, ihre Angehörigen zu mumifizieren. Daher gruben sie die Körper der Verstorbenen nackt in den Wüstensand ein, legten sie auf die linke Seite und richteten sie gen Westen aus, wo Osiris sie erwartete.

Ägyptens trockenes Wüstenklima und der Sand konservierten nicht viel schlechter als die große und teure Prozedur, manchmal sogar besser. Auch Beigaben bekamen die armen Toten. Natürlich nicht Gold, Schmuck und 40 Weinkrüge sowie 116 Obstkörbe wie Pharao Tutanch-amun. Hier mussten kleine Schüsseln mit Essen und Trinken und einige Alltagsgegenstände genügen. Die Überfahrt gelang damit genauso gut. (Quelle: Brockhaus- Was so nicht im Lexikon steht 2014)

Lesen Sie auch:

Feuerbestattung im Wandel der Zeit

Feuerbestattung Die Wahl bei der Bestattung eines Leichnams fällt aus vielen verschiedenen Gründen häufig auf …