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Wissenswertes zur Thanatologie

Thanatologie, so wird die Wissenschaft genannt, welche sich mit dem den Tod, dem Sterben und der Bestattung beschäftigt. Mit der Thanatologie soll das Thema Tod etwas mehr in die Mitte der Gesellschaft rücken. Vor allem Wissenschaftler aus soziologischen und psychologischen Bereichen erforschen das Tabu Thema Tod. Hier werden vor allem Verhaltensweisen, Gedanken und die Emotionen von Menschen untersucht, die im Zusammenhang mit dem Tod liegen. Im praktischen Bereich der Thanatologie wird sich mit der hygienischen Versorgung von Verstorbenen befasst.

Thanatologie in der Praxis

Thanatopraxie wird der eher Praxis ausgerichtete Zweig der Thanatologie bezeichnet. Hier wird die hygienische und ästhetische Versorgung von Verstorbenen vorgenommen. Zudem ermöglicht die Thanatopraxie , das Verstorbene, die aufgrund einer Krankheit schwer gezeichnet wurden dennoch aufgebahrt werden können. Verletzungen, die von einem Unfall her resultieren werden, hier ebenfalls versorgt. Gerade die ermöglichte Aufbahrung nach langer Krankheit ist eine gewichtige Aufgabe in der Thanatopraxie. Denn Angehörige sollen mithilfe der Aufbahrung leichter und bewusster Abschied von den Toten nehmen können. Dieser Akt ist ein wichtiger Schritt bei der Trauerbewältigung. Ein Thanatopraktiker kümmert sich neben der hygienischen Versorgung wenn erwünscht auch um eine Art Einbalsamierung. Dies ist meist der Fall, wenn der Verstorbene zum Beispiel ins Ausland überführt wird. Mit der heutigen modernen Einbalsamierung wird mithilfe einer konservierenden Flüssigkeit die Verwesung des Toten verzögert. Diese Arbeit wird überwiegend von reinen Experten oder aber zusätzlich geschulten Bestatter durchgeführt. Wer diesbezüglich einen Experten sucht, kann sich an den Verband Dienstleister Thanatologen e. V. wenden.

Thanatologie und seine Geschichte

Seit dem 20. Jahrhundert gibt es die Thanatologie. Der erste Forscher in diesem Gebiet war der französische Anthropologe Robert Herz. Seine Erkenntnisse über die gemeinsame Verarbeitung des Todes ist in der heutigen Thanatologie ein wichtiger Wissensgrundstein. Aufgrund dieser Wissenschaft hat sich der Umgang mit dem Tabu Thema weiterentwickelt. Hinzu kamen Therapieprogramme die sich mit der Trauerbewältigung auseinandersetzen.

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