Welche Kosten entstehen durch ein Testament?

Ein Testament, also den Letzten Willen aufzusetzen, halten viele Menschen für unabdingbar. Auf alle Fälle ist es bei all jenen, bei denen es keine klare Erbfolge gibt, oder diese gerade ausgeschaltet werden soll, von Vorteil, ein solches niederzuschreiben. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Möchte man dieses Testament nicht öffentlich abgeben, dann kann man es entweder zu Hause oder auch bei Familie oder Freunden aufbewahren. Aber in diesen Fällen muss es zwingend handschriftlich verfasst sein. Sicherzustellen, dass es gefunden wird, obliegt allein dem Erblasser. Allerdings entstehen hier zunächst keine Kosten für das Papier. Wird es dann zwecks Eröffnung beim Nachlassgericht eingereicht, wird dafür eine Gebühr erhoben, die der Erbberechtigte zahlen muss. Diese ist aber nicht sehr hoch.

Andere Varianten

Gibt man ein handgeschriebenes Testament beim Nachlassgericht oder einem Notar zur Aufbewahrung ab, dann muss man hier für diese Leistung Gebühren zahlen. Diese sind beim Notar höher als beim Nachlassgericht. Die Kosten für die Eröffnung entstehen dennoch. Die Ausstellung eines Erbscheines kostet weitere Gebühren.

Die teuerste und sicherste Variante

Wer ganz sicher gehen möchte, aber eventuell auch weiß, dass sein Letzter Wille nicht einfach zu formulieren und durchzusetzen ist, wird am Besten bei einem Notar aufgehoben sein. Mit diesem kann man seinen Willen besprechen und dieser bringt ihn dann in eine entsprechende und gültige Form. Außerdem gehört hier die Beratung dazu, wobei gleich festgestellt wird, wenn eine gewünschte Variante nicht praktikabel ist. Beispielsweise ist die Enterbung eines Kindes nicht möglich, da dieses immer den Pflichtteil bekommen muss. Ein vom Notar aufgesetztes Testament ist am teuersten, aber auch am sichersten. Einen Vorteil hat es außerdem: Die Erben brauchen keinen Erbschein, der ebenfalls normalerweise noch einmal Gebühren kostet. Denn ein vom Notar aufgesetztes Testament gilt hier ersatzweise.

Lesen Sie auch:

Das Bestattungsgesetz nach Bundesländern

Weil das Bestattungsrecht den Ländern unterliegt, besteht in Deutschland in jedem Bundesland ein eigenes Bestattungsgesetz. …