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Was ist Maschalismos?

Der Maschalismos war im alten Griechenland ein Ritual, das einen Toten daran hindern sollte, als Untoter wiederzukehren und die Lebenden heimzusuchen. Dazu wurden im Verlauf des Rituals die abstehenden Körperteile- Arme, Beine, besonders aber der Kopf- abgetrennt.

Das diente vor allem dem Schutz vor der Rache des Toten, falls dieser zufällig, irrtümlich oder absichtlich getötet worden war. So nimmt Klytämnestra nach der Ermordung Agamemnons an diesem einen Maschalismos vor.



Auch das Zusammenbinden der Füße und das Durchbohren der fersen des Ödipus, als dieser als Kind ausgesetzt wird, damit das Orakel sich nicht erfülle, verweist auf diese magische Praxis.

In Westeuropa hielten sich Maschalismos- Praktiken lange. Zuweilen begrub man Selbstmörder mit dem Gesicht nach unten, durchbohrte ihnen das Herz mit einem Pfahl, band ihnen die Beine zusammen und trennte ihnen das Haupt ab, um es zwischen die Beine zu legen. Da geht es unseren Toten heute doch wesentlich besser. (quelle: Brockhaus-Was so nicht im Lexikon steht 2014)

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