Urnen – Eine schwere, aber wichtige Wahl

Die Einäscherung und Beisetzung ist eine heute immer beliebter werdende Methode des Begräbnisses, für das der Verstorbene sich bereits vor seinem Tode entscheiden kann. In Urnen, die aus vielerlei Materialien – von Stein über Metall bis hin zu Keramik – bestehen, wird die Asche des Verstorbenen in einer Kapsel aufbewahrt, um dann unter der Erde oder auch im Meer ihren Bestimmungsort zu finden.

Die Zeiten, in denen Urnen übererdig aufgestellt werden konnten, sind in vielen Ländern bereits vorüber, weswegen die Form der Urne eher ideellen Wert hat. Wichtig bei der Wahl des Urnen Materials ist auch dessen Fähigkeit, rückstandslos zu verrotten ( siehe Thema Friedwald ) und zu zerfallen. Keramikurnen haben daher Sollbruchstellen, die den Zerfall ermöglichen, während Urnen aus Metall im Laufe der Zeit verrotten.

Dass der Verstorbene als geliebtes Familienmitglied einen würdevollen Abschied von dieser Welt erleben sollte, ist auch mit der Auswahl einer schmuckvollen und angemessenen Urne möglich.

Je nach Überzeugung und Wille können solche Behältnisse sehr reich verziert sein, während wieder andere sehr schlicht und weniger auffällig wirken. Wichtig ist, dass aus den Urnen, die zur Wahl stehen, stets diejenige gewählt wird, die dem Verstorbenen und seiner Familie am meisten zusagen würde.

Auch für die Seebestattung sind Urnen von großer Wichtigkeit, denn die Asche des Verstorbenen wird in ihnen von einem Boot aus in das Meer herab gelassen. Das Salz, aus dem diese Gefäße bestehen, macht die Seebestattung umweltfreundlich – auch wenn Hinterbliebene an diesen Faktor wohl zuletzt denken mögen. So ist die Entscheidung für eine Urne sicherlich keine leichte, aber dennoch ermöglicht sie es, dem geliebten Menschen den letzten Gang möglichst würdevoll zu gestalten.

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1 Kommentar

  1. Ingrid Ch. Hoerner

    Tja, da gibt es wunderschöne Gefäße – Urnen – und diese Prachtstücke sind dann irgendwann hinter einer Wand oder in der Erde. Ergo: Sie sind nicht zu sehen. :-(rnrnDazu kommt, dass diese Urnen alle so groß sein müssen, dass in sie eine Aschenkapsel passt. Denn wo kämen wir in Deutschland hin, wenn man nur die Asche in ein Gefäß geben würde. Das ist, so denken viel leider ja auch heute noch, in Deutschland ja auch gar nicht möglich.rnrnUrne zu Hause liegt aber bei vielen Menschen im Trend und dafür gibt es auch wunderschöne Gefäße, die nicht wie Urnen aussehen und niemanden schockieren, wenn sie in der Wohnung stehen.rnrnMit lieben GrüßenrnIngrid Ch. Hoerner