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Umstrittener Trend: Anonyme Gräber stärker gefragt

Am Totensonntag (22.11.) gehen wieder viele Menschen ihrer verstorbenen Angehörigen oder Freunde gedenken, aber auf vielen Gräbern ist kein Platz zum Ablegen für Blumen oder das Entzünden einer Kerze. Der Grund dafür ist, dass immer häufiger die Verstorbenen anonym und ohne Grabstein bestattet werden. Nach der Kremierung wird die Urne auf einer Rasenfläche des Friedhofs beigesetzt. Dieser umstrittene Trend ist in Norddeutschland und in Ballungsräumen ausgeprägter, als in traditionell religiös geprägten Landstrichen. In Großstädten wie Hamburg oder Berlin, kommt es auf einigen Friedhöfen inzwischen zu 50 % anonymer Bestattungen.


Die Gründe hierfür sind unterschiedlich: Eine nicht unbedeutende Rolle spielt dabei die Vereinsamung der Menschen und die häufig entfernt lebenden Angehörigen, die sich nicht in der Lage fühlen, das Grab zu pflegen. Ein weiterer Grund sind die hohen Beerdigungskosten. Bei Erdbestattungen betragen die Gebühren ca. 3000 €uro bei einer anonymen Bestattung sind es dagegen nur rund 1000 €uro. Weiterhin fallen bei einer anonymen Bestattung keine künftigen Friedhofspflegekosten an. Das dieser Trend steigend ist, belegen die Zahlen: noch vor 5 Jahren waren noch 3 von 10 Bestattungen anonym, heute sind es schon 7.

Laut einem Bericht der Evangelischen Kirche, kommt es bundesweit zu 15 % anonymer Bestattungen und lehnt diese Bestattungsform ab.

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