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Testamentseröffnung

Als eine Testamentseröffnung bezeichnet man den Moment in dem ein Testament geöffnet und vorgelesen wird. Es ist immer das Nachlassgericht zuständig, in dessen Bezirk der Verstorbene vor seinem Ableben gewohnt hat. Wurde ein Testament zu Lebzeiten bei einem Notar hinterlegt, so wird dieser zum gegebenen Zeitpunkt verlesen und weitere Schritte einleiten. Besitzt man ein Testament, oder findet es, steht man in der Pflicht dieses dem Nachlassgericht sofort zu übergeben. Nur so ist gewährleistet das der/die Erben auch rechtmäßig an die Hinterlassenschaft geraten. Es gibt aber Menschen, die ein Testament verschwinden lassen. Unwissenheit schützt auch in diesem Fall vor Strafe nicht. Da die Testamentseröffnung in solch einem Fall verspätet oder gar nicht stattfinden kann, hat das Gericht ernsthafte Strafen für solche Verhaltensweise vorgesehen.

Erben haben keine Anwesenheitspflicht bei der Testamentseröffnung

Wird ein Erbe zu einer Testamentseröffnung geladen, so besteht für ihn keine Pflicht an dieser auch teil zu nehmen. Allerdings ist ein Nichterscheinen ungünstig. Jeder der Erben hat nämlich, nachdem das Dokument verlesen wurde das Recht, Einsicht in das Original zu bekommen. Außerdem können anwesende Erben eine Kopie des Testamentes fordern. Wer nicht bei der Verlesung des Letzten Willens anwesend war, bekommt lediglich Passagen aus dem Testament zugesandt.

Testamentsvollstreckung

Bei einer Testamentsvollstreckung wird die Regelung über den Nachlass in professionelle Hände gelegt. Es handelt sich dabei um eine fachkundige Person, welche in den meisten Fällen selber nicht von der Erbschaft betroffen ist. Oft wird der Vollstrecker eines Testamentes auch als Vermögensverwalter eingesetzt.

Wer darf Testamentsvollstrecker werden?

Jede Person seines Vertrauens darf als Testamentsvollstrecker benannt werden. Selbst aus dem Kreise der Erben darf diese Person sein, allerdings nicht der Alleinerbe. Das Beste wäre jedoch, wenn dieser eine ganz neutrale Person ist, welche sich mit diesem Amt auch gut auskennt. In Frage kommt hier ein Notar oder das Nachlassgericht, welches einem eingetragenen Vollstrecker das Amt übergeben wird. Möchte eine benannte Person das Amt nicht annehmen,  so muss diese eine Erklärung an das Nachlassgericht abgeben. Nach Annahme des Amtes gehen alle Verwaltungs- sowie Befugnisrechte auf den Vollstrecker über.

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