Ruhezeiten nach der Bestattung

Wenn jemand gerade gestorben und vor kurzem erst bestattet wurde, gibt es eine vorgeschriebene Zeitspanne für diejenige Person, die sie im Grab verweilen muss, bevor der Platz für jemand anderen freigegeben werden kann. Dies hat sowohl Bedeutung für die Bestattung mit Urnen, als auch mit Särgen, doch die Liegezeiten differenzieren sich maßgeblich.

Ein Leichnam muss nach der Beisetzung im Grab eine gewisse Zeitspanne dort verweilen, was man als so genannte Ruhezeit bezeichnet.

Hauptsächlich ist der biologische Prozess der Grund dafür, denn der Leichnam zersetzt sich erst nach einer gewissen Dauer im Erdreich. Vor allem ist die Totenruhe kulturell geprägt, welche dem Verstorbenen im traditionellen Sinne gewährt wird. Je nachdem, um welche Art von Grabe es sich handelt, variieren die Ruhezeiten der Gräber untereinander und es kommt natürlich auch auf den entsprechenden Friedhof an.

Die Ruhezeiten variieren je nach Gegebenheit

Was die Länge der Ruhezeit betrifft – das bedeutet, wie lange der Verstorbene im Grab verbleiben muss – ist diese genau festgelegt. Vor allem richtet man sich bei der Festlegung nach der Beschaffenheit des Bodens vom jeweiligen Friedhof. Wenn der Boden sehr säurehaltig ist, fällt die Zeitspanne entsprechend kürzer aus, als es in anderen Regionen der Fall ist.

Normalerweise beträgt die Zeit der Ruhe in einem Grab bei einer normalen Beerdigung in der Erde ca. 20-30 Jahre. Andere Regeln gelten beispielsweise für Säuglinge und Kinder, denn auf diese beziehen sich ca. 10-20 Jahre.

See- und Luftbestattungen bilden die Ausnahme

Wird eine Person in einer Holzurne bestattet, sieht das Gesetz 10-25 Jahre vor. Wird der Verstorbene durch eine Baumbestattung beigesetzt, kann die Ruhezeit sogar bis zu 99 Jahre betragen. Anders sieht es bei alternativen Bestattungen, wie zum Beispiel der Luftbestattung oder der Seebestattung aus, denn bei diesen Varianten entfällt die Ruhezeit, weil es im eigentlichen Sinne es keine Grabstelle gibt, so dass man auch nicht warten muss, bis das Grab neu vergeben werden kann.

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