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Nichts im Leben ist umsonst, nicht einmal der Tod

Denn der Tod kostet nicht nur das Leben, sondern stellt auch die Hinterbliebenen oft vor ein nicht zu überwindendes finanzielles Hindernis. Beerdigungskosten können leicht in die Tausende gehen, nicht jeder kann sich diese finanzielle Belastung aufbürden und dem Verschiedenen die gewünschte Bestattung bieten. Ein Ausweg ist daher für immer mehr, die Sozialämter für die Kosten aufkommen zu lassen.

Eine angemessene Beerdigung ist auch beim Sozialamt eine Geldfrage

Die Zahl derer, die eine sogenannte Sozialbestattung für ihre Verstorbenen in Anspruch nehmen müssen steigt stetig. Waren es im Jahr 2006 noch 13.808 Angehörige, die sich an die Gemeinde wanden, brachte es das Jahr 2010 bereits auf 22.651 Sozialbestattungen, die bedeutet einen Anstieg der Zahl der Empfänger dieser Leistung von 64% wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden offenlegte. Viel erwarten darf man derweil bei solch einer Beerdigung nicht. Blumenschmuck, Trauerfeier oder Leichenschmaus gehören in aller Regel nicht dazu. Die Bestattungen fallen einfach aus, denn es wird laut Sozialgesetzbuch von dem Sozialamt der Kommune lediglich ein bestimmter Kostensatz übernommen. In Anspruch nehmen kann eine Sozialbestattung derjenige, dessen eigene finanzielle Mittel nicht für das Begräbnis des Angehörigen ausreichen. Und dies sind nach der Streichung des Sterbegeldes nicht wenige. Wenn das Geld im Alltag schon nicht reicht, was insbesondere bei vielen Minijobbern und Teilzeitbeschäftigten der Fall ist, dann ist ein Todesfall finanziell meist kaum zu stemmen.

Mit dem Einfachsten vorlieb nehmen

Etwa 2500€ wurden im Jahr 2010 dem Empfänger der Kosten für eine Sozialbestattung gewährt. Dies ist meistens gerade einmal die Hälfte des Betrages, was eine komplette Beerdigung im Normalfall kostet. Den Betrag bestimmt die Kommune dabei selbst, abhängig von der eigenen Finanzlage. Für Trauerfeier oder gar Grabstein reicht es da oft nicht. Dennoch bleibt immer mehr Hinterbliebenen keine andere Wahl, als sich an die Gemeinde zu wenden, wenn es zu einem Todesfall kommen sollte. Gefordert wird daher ein bundesweit einheitlicher Leistungskatalog für Sozialbeerdigungen. In diesem könnte dann zumindest etwa eine Trauerfeier festgelegt sein.

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