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Neue Bestattungsformen: Familiensäulen

Das Kostenbewusstsein greift auch bei Bestattungen um sich: Immer weniger Menschen wollen Gräber pflegen. Immer mehr Hinterbliebene wägen die Kosten der verschiedenen Bestattungsvarianten genau ab, sagen Experten – das führt zu neuen Formen des Trauerns.

Individuelle „Urnensäulen“

Etwa zur so genannten „Urnensäule“. Erfunden hat sie ein 38-jährige Salzburger Innenarchitekt und Landschaftsplaner, mittlerweile hat er ein Patent auf seine Idee und ist Geschäftsführer der Firma „Grabkult“. http://www.grabkult.com/ Die Urnensäulen bestehen aus zwei bis vier übereinander gestapelten Granitbehältern, die jeweils Platz für eine Urne bieten. Die Säulen sind mit quadratischem oder kreisrundem Grundriss erhältlich und können je nach Bedarf aufgestockt sowie mit Inschriften, Kerzen- und Vasenhaltern gestaltet werden.

Während der Preis für ein Urnengrab sich auf ca. 2.000 Euro beläuft, sei ein Segment für eine Urnensäule in der Basisausstattung schon um 600 Euro zu haben. Gleichzeitig sei diese Bestattungsform aber auch individueller und biete mehr gestalterische Möglichkeiten als die üblichen Nischenwände, so der Erfinder.

Interessant dürfte dieses Konzept vor allem für die Friedhofserhalter – meist Gemeinden oder Pfarren -, die sich dadurch die hohen Anschaffungskosten für Urnennischenwände, so genannte Kolumbarien, ersparen können. Überdies bleiben unattraktive Nischenwände oft dann auch leer. Mit den Säulen als Grabdenkmälern werde das traditionelle Erscheinungsbild von Friedhöfen beibehalten. Auch eine weitere Tradition bleibt aufrecht: jene des Hinablassens der Urne zur Bestattung. „Die Bestatter legen großen Wert darauf“, erzählt der Erfinder.

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