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Nach dem Tod kommt der Frost

Die Klimakonferenz macht es mal wieder deutlich: Deutschland hat eine schlechte Öko-Bilanz aufzuweisen und darum macht der Öko- Gedanke auch nicht vor dem Tod halt. Marmorgrabsteine und Mahagonisärge sollten dabei ebenso mal überdacht werden, wie Grabstätten auf heimatfernen Friedhöfen, die besuchswilligen Angehörigen eine mehrstündige Anreise abverlangen.

Gut 50% der jährlich rund 1 Million Toten in der Bundesrepublik werden eingeäschert – dabei scheint der enorme Energiebedarf keine große Rolle zu spielen. Das Krematorium der Stadt Frankfurt hat einen Erdgasverbrauch von 400 Kilowattstunden pro Einäscherung ermittelt der durchschnittliche deutsche Monatsbedarf für ein 30-Quadratmeter-Apartment.

Auf der Suche nach ökologischen Alternativen zur Feuerbestattung, sind wird gleich auf 2 neue Bestattungsformen gestoßen, die sich derzeit international in der Test- und Genehmigungsphase befinden. Aus dem kalten Norden Schwedens kommt die „Promession“, bei der der Leichnam mit flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad Celsius gefriergetrocknet und anschließend durch Vibration in grobes Pulver verwandelt wird. Dieses Verfahren wurde von einer schwedischen Biologin entwickelt und in mehr als 30 Ländern patentiert. Dieses Granulat lässt sich in einem Sarg aus Mais- oder Kartoffelstärke innerhalb eines Jahres kompostieren.

Als weitere neue Bestattungsform gilt die „alkalische Hydrolyse“. Sie wird in den USA bereits an Universitäten sowie Forschungseinrichtungen vorwiegend zur Beseitigung von Tierkadavern angewendet. In auf 150 Grad Celsius erhitzten Edelstahltanks zersetzt Lauge bei sechs Bar Druck den Körper bis auf einige Knochenreste fast vollständig.

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