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Materialien einer Urne

Nach der Kremierung, wird die Asche in Aschekapseln fest eingeschlossen, die in der Regel aus Eisenblech oder Keramik bestehen. Die Aschekapsel dient dabei der Sicherung der Asche und ist vom Material so ausgeführt, dass es innerhalb der üblichen Ruhefrist zum Zerfall kommt. Früher kamen Duroplasten dafür zum Einsatz, was aber zur Folge hatte, das die Urnen die Ruhefrist unbeschadet überstanden. Heute verwendet man Aschekapseln aus:

  • Eisen, was je nach Bodenbeschaffenheit verrostet,
  • Keramik an das Sollbruchstellen eingebracht wurden, die durch die Wirkung von Wasser + Frost zum Zerfall führen,
  • Salzurnen– vorwiegend für Seebestattungen genutzt,
  • Aschekapseln aus biologisch abbaubarem Material, wie z.B. Maisstärke oder Flüssigholz, werden hauptsächlich bei Naturbestattungen im Wald verwendet,

Metall- Aschekapseln werden meist aus dekorativen Zwecken mit einer schmückenden Überurne beigesetzt. Auf Wunsch können auch biologisch abbaubare Eingefäß-Urnen mit dekorativer Gestaltung eingesetzt werden.

Im Hinblick auf die Wünsche der Hinterbliebenen, kommt es zu kommerziellen Entwicklungen, wie z.B. der Abfüllung einer kleinen Aschemenge in Miniurnen für die Aufbewahrung zu Hause, denn anders als etwa in Österreich oder Frankreich, wo die Urne im eigenen Garten bestattet werden darf, besteht in Deutschland, nach wie vor die Pflicht zur Beisetzung der Urne auf einem Friedhof oder einem vergleichbar pietätsgewidmeten Gelände, in Wald, Wiese oder Bach (Naturbestattungen).

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Ein Kommentar

  1. Was passiert dann eigentlich mit den Duroplasturnen, wenn die nicht mehr auf die Friedhöfe dürfen, bzw wenn so eine Grabstätte aufgelöst wird? Kann man ja nicht einfach umfüllen oder wegkippen, oder?
    MfG
    GW