Lesben erhalten eigenes Gräberfeld im Prenzlauer Berg

Bestattungskultur neu belebt

Im Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg wurde der bundesweit erste Friedhof für lesbische Frauen eröffnet.

Auf dem evangelischen Georgen-Parochial-Friedhof in Berlin wird im April 2014 ein Gräberfeld hergerichtet auf dem dann künftig ausschließlich Lesben bestattet werden dürfen. Auf der ca. 400 Quadratmeter großen Fläche, sollen Plätze für 80 Grabstätten entstehen.

Unsere Hauptstadt Berlin geht damit in Vorreiterrolle gemeinsam mit dem Träger, der Sappho-Stiftung aus Hannover – einem Wohnprojekt für Lesben – wie WIR finden, eine bemerkenswerte Entwicklung zum Thema „Integration und Akzeptanz von Schwulen und Lesben“.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat mit dem Gräberfeld nur für Lesben kein Problem. „Unsere Friedhöfe stehen allen offen, die unsere Friedhofsordnung anerkennen“, sagte der Pressesprecher Jastrzembski auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Man sehe darin eine Möglichkeit, die Bestattungskultur neu zu beleben. Nach Angaben der Sappho-Stiftung liegen die ersten Anmeldungen für Grabstätten bereits vor.


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