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Haustier zusammen mit Herrchen begraben

Arm in Arm spazieren Herr und Frau Seyfferth jeden Tag zum „Bärliner Tierfriedhof“ und besuchen Benny, ihren West Highland White Terrier. „Wir vergessen Dich nie“, steht auf seinem herzförmigen Grabstein zwischen Grablicht und zwei Engeln. Die beiden Rentner möchten eines Tages ihr Grab möglichst nahe bei ihrem geliebten Hund wissen. „Wir haben veranlasst, dort direkt am Tierfriedhof beerdigt zu werden“, sagt Herr Seyfferth und zeigt auf die erste Grabreihe des Friedhofs Berlin- Steglitz. Nur ein grüner Maschenzaun trennt hier die Gräber von Mensch und Tier.

Ein Tierfriedhof im brandenburgischen Teltow könnte in etwa zwei Jahren als erster Friedhof in Deutschland eine Genehmigung für die gemeinsame Bestattung von Hund und Herrchen erhalten. Der Geschäftsführer möchte in einem Wald neben dem Tierfriedhof die menschliche Asche mit dem Tierkörper begraben. Die Nachfrage nach solchen Bestattungsformen sei sehr groß und fügt hinzu: „Wenn man auf den Humanfriedhöfen mal die Gräber öffnen würde, wäre man erstaunt, was man dort alles an Tieren finden könnte.“

Bisher sehen die Bestattungsgesetze der Länder solche Gemeinschaftsgräber nicht vor. Ausnahmen jedoch sind möglich.

Offiziell darf die Urne eines Tieres nicht mit in den Sarg des Verstorbenen gelegt werden, so die Aussage von einem Bestatter aus Berlin. Doch er könne sich durchaus vorstellen, dass der ein oder andere Bestatter auf diesen immer wieder geäußerten Wunsch der Kunden eingeht. (greenpeace-magazin.de)

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