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Grab für mehr als 80.000 €



Um den immensen Kosten für Gräber in den urbanen Gebieten Japans zu begegnen, haben Geschäftsleute nun eine günstigere Variante für die letzte Ruhestätte gefunden. Hightech-Gräber in mehrstöckigen Bestattungshäusern kosten erheblich weniger als herkömmliche letzte Ruhestätten, die sich in Tokio mit mehr als 100.000 Dollar zu Buche schlagen. Per Chipkarte wird ein Roboterarm aktiviert, der die Urne vom Lager- in den Trauerraum transportiert. Dort wird über Lautsprecher Musik gespielt und Fotos vom Verstorbenen werden auf einem Bildschirm vorgeführt.

Die fünf- oder sechsstöckigen Bestattungshäuser sehen von außen wie graue Wohnhausanlagen mit wenigen Fenstern aus. Eine Hälfte des Gebäudes ist ausschließlich für die Lagerung von Urnen reserviert, die jeweils zu zweit in einer Schachtel verstaut und vom Boden bis zum Dach in Regalen geschlichtet sind. Bis zu 7.000 Verstorbene können so auf einer Fläche „gelagert“ werden, auf der unter freiem Himmel nur maximal 100 Platz hätten.

„Die Kosten in einem solchen Bestattungshaus liegen bei der Hälfte bis einem Drittel unter jenen von herkömmlichen Gräbern am Friedhof“, erklärt ein buddhistischer Mönch. Ein weiterer Vorteil sei auch, dass das Gebäude ganz in der Nähe des Bahnhofs steht und damit günstiger erreichbar ist, als die weit draußen liegenden Friedhöfe. Der Großteil der verstorbenen Japaner werde ohnehin verbrannt.

In den traditionellen Trauerzeremonien wird von Angehörigen die Asche entgegen genommen. Dann werden die Knochen mit Stäbchen in eine Tonurne mit der Asche gegeben, die anschließend unter dem Familiengrabstein beerdigt wird. Doch für die meisten Japaner ist diese herkömmliche Bestattung in der Stadt kaum bezahlbar. In Japan haben Hightech-Anwendungen in der Zwischenzeit in vielen Lebensbereichen Einzug gehalten. Nun erfolgt dieser Schritt offensichtlich auch bei der letzten Ruhestätte. 300 Familien haben ihre Verwandten bereits im Bestattungshaus bestattet.

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Ein Kommentar

  1. die idee ist sowohl interessant, als auch seltsam. naja wenn die familen dies gut finden, habe ich eigentlich nichts dagegen.