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Gesetze, die der Tod mit sich bringt

Gesetze, die der Tod mit sich bringt

In Deutschland herrscht Bestattungspflicht. Dies bedeutet nichts anderes, als dass ein Verstorbener auf einem Friedhof beerdigt werden muss. Dies obliegt den Angehörigen. Diese haben sich um die Organisation der Bestattung zu kümmern.

Die Bestattungspflicht wird oftmals auch Friedhofspflicht oder Friedhofszwang genannt.

Zudem sagt das Bestattungsgesetz, dass eine Leichenschau vorgenommen werden muss. Beim Standesamt muss der Tod des Angehörigen gemeldet werden.


Das Bestattungsgesetz wird in Deutschland von den Ländern geregelt, die jeweils ein eigenes Bestattungsgesetz haben.

Wer muss für die Bestattung sorgen

Personen, die für die Bestattung des Verstorbenen Sorge tragen müssen, werden als bestattungspflichtige Personen bezeichnet. Dies sind in der Regel die nächsten Familienangehörigen. Dazu zählen der hinterbliebene Ehegatte oder Lebenspartner (diese werden von Gesetzeswegen oft dem Ehepartner gleichgestellt, Ausnahmen bestehen derzeit in Brandenburg, Sachsen und Bayern), aber auch die Kinder sowie die enge Verwandtschaft.

Diese müssen auch für die gesamten Kosten aufkommen, was gerade bei einem unerwarteten Sterbefall nicht selten zu einer finanziellen Belastung führen kann, da eine angemessene Bestattung mehrere Tausend Euro kosten kann. Neben den Kosten für den Bestatter kommen auch noch Friedhofsgebühren, Steinmetzkosten und Ausgaben für den Leichenschmaus hinzu. Eine oft belastende und doch notwendige Aufgabe.

Daher sorgen viele Personen bereits zu Lebzeiten vor und sorgen für die finanziellen Mittel im Falle ihres Todes. Auch kann bereits im Vorfeld festgelegt werden, wer die Bestattung organisieren soll. So wird auch sichergestellt, dass eigene Wünsche, die bereits zu Lebzeiten geäußert wurden, bei der Bestattung berücksichtigt werden.

Möchte man etwa eingeäschert werden, kann dies bereits zu Lebzeiten festgelegt werden. Dadurch nimmt man den Angehörigen durchaus auch schwierige und belastende Entscheidungen ab.

Um einen genaueren Überblick über die einzelnen Bestattungsrechte der Bundesländer zu erhalten, stellen viele Internetseiten ausführliche Gesetzestexte zum Nachlesen bereit. Im Zweifelsfall ist jedoch stets juristischer Rat in Anspruch zu nehmen.

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Ein Kommentar

  1. Sollen im Verlauf zwei oder mehr Sargbestattungen auf einer Grabstätte erfolgen, so empfiehlt sich der Kauf einer mehrstelligen Grabstätte als Doppel- oder Tiefengrab. Auf der Grabfläche können zusätzlich auch Urnen weiterer Verstorbener beigesetzt werden. Das Nutzungsrecht der Grabstätte liegt bei 30 Jahren. Bei einer weiteren Beisetzung (Sarg oder Urne) muss die verbleibende Nutzungszeit zur Wahrung der Ruhefrist auf 20 Jahre verlängert werden. Mehrstellige Wahlgrabstätten stehen auf allen städtischen Friedhöfen zur Auswahl. Meist handelt es sich um ein Doppelgrab bei dem beide Särge nebeneinander liegen. Auf bestimmten Friedhöfen ist in ausgewählten Bereichen die Anlage eines Tiefengrabes möglich. Dabei werden zwei Särge übereinander beigesetzt.