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Gemeindepfarrer um 20.000 Euro betrogen

Das Gericht in Offenburg hat am Mittwoch eine 28-jährige Hausfrau aus Lahr wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 18 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und vier Monaten verurteilt.

Die Betrügerin hatte einen hilfsbereiten Pfarrer, mit Mitleid erweckenden Geschichten aus ihrem privaten Umfeld, in 18 Einzeltaten um finanzielle Mittel betrogen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die verheiratete Frau jugoslawischer Herkunft ihr Opfer ganz gezielt ausgesucht hat. Bereits im Jahre 2005 begann die Frau sich das Vertrauen des Pfarrers zu erschleichen. In ihren Geschichten ging es anfangs um unvorhergesehene Beerdigungskosten für die Beerdigung des Vaters sowie um dringende Hilfe für die sechs Kinder der Familie. Das Geld wollte sie sofort zurückzahlen, wenn ein ausstehender Hausverkauf im Kosovo abgeschlossen wäre.

Der Pfarrer hatte Mitleid mit der Frau und händigte er ihr aus seinem Privatvermögen einen Betrag von fast 1000 Euro aus. In der Zeit bis zum Sommer 2007 tauchte die Verurteilte dann immer häufiger beim Geistlichen auf und erfand immer neue Lügen im Zusammenhang mit dem Hausverkauf im Kosovo oder bat um Unterstützung für ihre Not leidenden Kinder.

Da ihr Lügengebilde beim Pfarrer auf fruchtbaren Boden fielen, konnte sie so über die Jahre hinweg, einen Gesamtbetrag von mehr als 20.000 Euro erschleichen. Dadurch geriet der Pfarrer selbst in finanzielle Schwierigkeiten und musste sogar ein Darlehen aufnehmen.

Angezeigt würde die Betrügerin aber nicht von dem betrogenen Pfarrer, sondern durch die Erzdiözese als diese von dem Vorgang erfuhr. Der Pfarrer erklärte in seiner Aussage, „Ich wollte immer nur helfen. Immer.“ „Ich bin kein Mensch, der an dem Guten zweifelt. Ich unterstelle niemals und niemandem etwas Schlechtes.“

Im Zuge der Ermittlungen stellten Kripobeamte fest, dass die Frau zu einer Großfamilie gehört, gegen die ebenfalls Ermittlungen zu Betrugsvorwürfen bestehen. Immer sind Pfarrer die Opfer, die Masche ist immer dieselbe. Der angebliche Hausverkauf im Kosovo taucht in vielen Verfahren auf. Der Schaden geht auf insgesamt mehr als zwei Millionen Euro.

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2 Kommentare

  1. Die machen wohl vor garnichts mehr halt, meine güte…