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Gefahren für die Umwelt durch eine Feuerbestattung

Neben betriebswirtschaftlichen Zahlen, die es nun auch einmal beim Betreiben eines Krematoriums gibt, sind aber auch andere Faktoren zu beachten, denn bei Einäscherungen ist grundsätzlich ein toxisches (giftiges) Problem zu lösen. Häufig besitzen Verstorbene Implantate aus verschiedensten Materialien bis hin zu Kunststoff oder haben hochwirksame Medikamente eingenommen, von denen Spuren im Körper verbleiben.

Aus diesem Grund können beim Einäschern in der Hauptbrennkammer (Temperatur zwischen 900 und 1200° Celsius) Gase frei treten, die wegen ihrer Schädlichkeit nach strengen Regularien behandelt werden müssen. Während die Asche des Verstorbenen nach dem ersten Verbrennen entnommen und in die vorgesehene Urne gefüllt wird, müssen die restlichen Gase in der Nachbrennkammer bei einer Temperatur nicht unter 850 Grad nochmals gesondert verbrannt werden.

Geschieht in der Kette ein Fehler, gibt es bei modernen Öfen eine Notschaltung, die unter Umständen alle belasteten Gase nach dem Einäschern direkt in die Luft abgeben, um weiteren Schaden an der Anlage zu verhindern. Automatisch werden somit belastete Stoffe an die Umgebung freigegeben.

In den Bundesländern erfolgen in der Regel zweimal jährlich Überprüfungen der Krematorien statt. Diese erfolgen leider meist nur nach Aktenlage. Stichproben vor Ort gibt es nur „anlassbezogen“. Das bedeutet, Kontrollen wurden und werden in der Regel erst dann durchgeführt, wenn schon etwas passiert ist. Der Gesetzgeber kann bei Zuwiderhandlungen und den daraus resultierenden Grenzwert-Überschreitungen, dem jeweiligen Krematorium ein Bußgeld von 25.000 €uro auferlegen.

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