Entscheidung vor dem Lebensende: Urne oder Sarg?

Niemand spricht gern über das eigene Lebensende, dabei ist es wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, denn es ist völlig natürlich. Vor allem für die Angehörigen wird es jedoch schwierig, wenn sich betagte Menschen damit beschäftigen, welche Art der Bestattung sie sich eigentlich Wünschen. Auch wenn Sie in Ihrer Familie nicht den richtigen Ansprechpartner für das doch sehr wichtige Thema finden und niemand etwas von Ihrem künftigen Ableben hören möchte, können Sie selbst aktiv an der Gestaltung Ihrer Beerdigung mitwirken.

Den Angehörigen die Entscheidung abnehmen – das schafft Erleichterung

Im Falle des Ablebens ist die Trauer groß und auf die Angehörigen kommen jede Menge neuer Aufgaben zu. Indem Sie selbst Ihre Urne kaufen oder Ihren Sarg auswählen oder aber zumindest festlegen, was Sie eigentlich möchten, nehmen Sie Ihren Angehörigen einen wichtigen Arbeitsschritt ab. Für die Hinterbliebenen ist es alles andere als leicht zu entscheiden, wenn sie nicht wissen, was Ihr Wunsch gewesen wäre. Aber was ist denn eigentlich die richtige Wahl? Passt eine Urne besser zu Ihnen oder ein Sarg?

Um diese Entscheidung zu treffen, müssen Sie sich über die Art des Begräbnisses klar sein. In Deutschland ist es nicht erlaubt, dass Angehörige die Urnen der Verstorbenen zu Hause aufbewahren, obwohl der Wunsch von vielen Hinterbliebenen gehegt wird. Die Urne wird also auf einem Friedhof oder in einem Friedwald beigesetzt.

Auch bei der Sargbestattung findet die Beisetzung auf dem Friedhof statt, im Friedwald gibt es derzeit noch kein Angebot für Särge, da der Platz in den meisten Fällen etwas beschränkt ist. Generell wird mit zunehmender Zeit der Platz auf Friedhöfen immer knapper, da ein Grabmal über 30 Jahre besteht und während dieser Zeit weitere Menschen sterben.

Die Urne im Sinne der Umwelt setzt sich mehr und mehr durch

Zu Christi Zeiten war die Feuerbestattung üblich und auch heute geht der Trend in diese Richtung. Die Urnenbestattung bietet dabei einige Vorteile, insbesondere bezüglich der Kosten, aber auch der Hygiene. Viele Friedhöfe sind heute nicht mehr fernab der Städte, sondern mittendrin in Wohngebieten. Sind die Bodenbeschaffenheiten nicht ideal, können Leichengifte durch den Sarg ins Grundwasser sickern und so Bakterien und Keime verbreiten.

Auch die Schwermetalle, die aufgrund von Zahnfüllungen und Arzneimitteln ans Erdreich abgegeben werden, belasten die Umwelt. Ein Urnengrab ist daher deutlich ökologischer, denn zum einen wird weniger Platz genutzt und zum anderen können keine Toxine aus der Urne in die Umgebung gelangen.

Wasser sparen mit der richtigen Bestattung

Theoretisch müssen Sie sich nach Ihrem Ableben nicht mehr mit dem Thema Umwelt auseinandersetzen, doch Ihre Nachkommen möchten natürlich auch noch einen gesunden Planeten vorfinden. Wasser ist eines der wichtigsten Elemente für das menschliche Leben und die Knappheit steigt immer weiter. Bedenken Sie, dass bei einem Sarg-Grab oft üppig gepflanzt wird und dass dies einen erhöhten Wasserbedarf zur Folge hat. Urnengräber sind oft geringfügig bepflanzt oder auch gar nicht, weil sie hinter einer Urnenwand sitzen.

Die Entscheidung, für die Art des Begräbnisses, entscheiden letztlich Sie oder Ihre Angehörigen. Doch wenn Sie sich im Vorfeld über die Möglichkeiten informieren, können Sie für sich selbst eine Entscheidung treffen, mit der Sie auch wirklich zufrieden sind.

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