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Einsam sterben – Letzte Begleitung einsam Verstorbener

Immer mehr Menschen werden „einsam“ bestattet, das sind die Bestattungen, bei denen niemand anwesend ist, um das letzte Geleit zu geben. Johanna Kirchner vom Altenhilfezentrum und die Kirchen wollen das mit ihrem Projekt „Letzte Begleitung einsamer Verstorbener“ ändern. Es kommt immer öfter vor, das in der Totenhalle der Pfarrer und der Friedhofsgärtner vergebens auf die Trauernden warten, die dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen und ihm das letzte Geleit geben. Sicherlich werden auch diese Bestattungen mit allen Riten vollzogen, doch es fehlt der persönliche Bezug, der für eine Beerdigung üblich ist.

Projekt „Letzte Begleitung einsamer Verstorbener“

Bei diesem Projekt geht es nicht darum den Sterbenden in der Form von Hospizarbeit zu begleiten, sondern man hat dieses Projekt ins Leben gerufen, um den Verstorbenen das letzte Geleit zu geben. Schon bevor das Vorhaben ins Leben gerufen wurde, hatte die Stiftung damit gerechnet, dass ein gewisses Unverständnis aufkommt sowie Irritationen. Es war oder ist gerade die Tatsache, dass man für dieses Projekt ehrenamtliche Mitarbeiter sucht, ist etwas sonderbar. Der Leiter des Altenhilfezentrums bemerkte, das man selbst von seiner Begleitung sehr überzeugt sein muss, denn man erhält keine unmittelbare Rückmeldung bei dieser besonderen Form der ehrenamtlichen Arbeit.
Die Initiative verfolgt das Ziel, Verstorbene zu begleiten, bei denen niemand zur Beerdigung erscheint. Es ist wichtig, so die Initiative, dass der Verstorbene diesen letzten Gang nicht allein machen muss. Doch auch der Pfarrer war bisher auf diesem Weg allein und wurde bei der Zeremonie nur von dem Friedhofsgärtner begleitet.

Es ändert sich etwas

Das alles ändert sich nun durch die ehrenamtlichen Helfer, von denen es bereits 12 Stück gibt, die den Verstorbenen auf seinen letzten Weg begleiten. Der erste der ehrenamtlichen Helfer sagte aus, dass er schon traurig war, dass es möglich ist, das jemand stirbt und niemand um ihn trauert bei der Beerdigung. Doch alle Begleiter haben die gleiche Motivation, sie möchten nicht allein ihren letzten Weg antreten.

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