Todesfall mit Formalitäten
Todesfall mit Formalitäten

Ein Todesfall ist mit einigen Formalitäten verbunden

Wenn ein Angehöriger verstirbt, muss der Hinterbliebene erst einmal seine Trauer zurückstecken. Denn es liegen nach dem versterben eines Angehörigen einige Formalitäten an. Zudem muss sich um das Begräbnis des Toten gekümmert werden.

Der Hinterbliebene hat für all diese Vorhaben 36 Stunden Zeit. In diesem Zeitraum müssen alle Formalitäten erledigt und ein Bestatter gefunden werden. Dies ist gerade für sehr naheliegenden Verwandten eine enorm starke Belastung.

Um was muss sich als Erstes gekümmert werden?

Ist ein Bekannter verstorben, so ist ein Arzt vom Hinterbliebenen zu verständigen. Sofern möglich ist der Hausarzt zu Kontaktieren, dieser führt die Leichenschau durch und stellt ein Totenschein aus. Fast gleichzeitig sollten weitere nahe Verwandten über den Tod des Verstorbenen in Kenntnis gesetzt werden. So haben in der Nähe wohnende die Möglichkeit vor Ort schon mal Abschied zu nehmen. Das Standesamt ist am nächstem Werktag über den Tod zu informieren.

Ein Bestatter, der sich um das Begräbnis kümmern soll, ist binnen 36 Stunden mit der Bestattung zu beauftragen.  Zudem sind von dem Hinterbliebenen einige Dokumente, wie etwa der Personalausweis des Toten bereitzuhalten. Darüber hinaus muss das Familienstammbuch vorgelegt werden. Handelt es sich bei den Verstorbenen um eine ledige Person, so ist die Geburtsurkunde bereitzuhalten. War der Tote verheiratet, dann ist die Heiratsurkunde vorzuzeigen.

Wenn der Verstorbene Mal verheiratet war, ist das Scheidungsurteil bereit zuhalten. Bei einst verheiraten, bei denen der Ehepartner schon vorher verstorben ist, ist die Sterbeurkunde vorzulegen. Sofern es schon innerhalb der Familie eine Grabstätte gibt, so werden auch Dokumente über das Nutzungsrecht der Grabstätte benötigt.

Hat der Tote zu Lebzeiten eine Lebensversicherung abgeschlossen, so muss die Versicherungsgesellschaft innerhalb 48 Stunden über den Sterbefall in Kenntnis gesetzt werden.

Wo gibt es Hilfe?

Was die Formalitäten angeht, da bieten einige Bestattungsinstitute neben der Bestattung auch die Übernahme der Formalitäten an. Möchte sich der Hinterbliebene lieber selbst um die Formalitäten kümmern, so ist eine Checkliste für den Todesfall hilfreich.


GEZ Abmeldung bei Todesfall

Ratgeber: GEZ Abmeldung Todesfall
Ratgeber: GEZ Abmeldung Todesfall

Verstirbt ein Beitragszahler, der zu Lebzeiten GEZ-Gebühren zahlen musste, bedeutet dies nicht vollautomatisch, dass mit dem Ableben die Aufforderung der Zahlungen stoppt. In diesem Fall sind die Hinterbliebenen in der Pflicht das Beitragskonto des Verstorbenen zu kündigen. Dies gilt zumindest dann, wenn der Verstorbene alleine in einem Haushalt gelebt hat und dieser nach dem Tod aufgelöst wird.

-> GEZ Abmeldung bei Todesfall


Vorsorgevollmacht nach dem Tod des Vollmachtgebers

Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Vorsorgevollmacht entsprechend ausgestaltet ist. Dafür muss die Vorsorgevollmacht zunächst über den Tod des Vollmachtgebers hinaus gelten. Das ist unproblematisch, wenn es in der Vollmachtsurkunde ausdrücklich drin steht. Schwieriger wird es, wenn die Vollmachtsurkunde keine Regelung zu der Frage enthält, ob sie über den Tod hinaus fortgilt.

-> Vorsorgevollmacht nach dem Tod

Ein Todesfall ist mit einigen Formalitäten verbunden
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