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Ehegatten- oder gemeinschaftliche Testament

Ein Testament kann nur durch den Erblasser selbst erstellt werden. Das gemeinschaftlichen Testament kann für Ehegatten und Lebenspartner in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft geeignet sein.

Es gibt mehrer Gestaltungsmöglichkeiten eines Testaments:

  • Handschriftliches Testament
  • Notarielles Testament
  • Gemeinschaftliches Testament
  • Erbvertrag

Im deutschen Recht gibt es gewisse Erleichterungen, für die Errichtung eines gemeinschaftlichen eigenhändigen Testaments. So genügt es, wenn ein Ehegatte (Lebenspartner) das Testament eigenhändig schreibt + unterschreibt und der andere es bloß unterschreibt.

Besonderes Kennzeichen des gemeinschaftlichen Testaments ist, dass nach dem Tode des Erstversterbenden wechselbezügliche Verfügungen aus dem Testament entgültig werden. Somit kann ein Überlebender, die wechselbezüglichen, entgültig gewordenen Verfügungen nie mehr aufheben. Wenn sich Ehegatten einander als Erben benannt haben, sowie verfügen, dass beim Tode des Zweitversterbenden der Nachlass an die gemeinsamen Kinder fallen soll, so kann dieser Erlass zu Gunsten der Kinder nach dem Tode des Erstverstorbenen nicht mehr zurück genommen werden.

Das Ehegattentestament stellt sicher, dass der überlebende Ehepartner auf dem gewohnt-normalen Niveau weiterleben kann. Da sich die Ehepartner gegenseitig als Erben einsetzen, werden die Kinder zunächst von der Erbfolge ausgeschloßen.
In der Regel geschieht dies auf zwei Wegen: Eine doppelte Besteuerung der Ebschaft, findet bei der Einheitslösung nicht statt. Im übrigen ist der Überlebende als Alleinerbe nicht in seiner Verfügungsberechtigung eingeschränkt.

Der überlebende Ehegatte bleibt bei Verfügungen unter Lebenden grundsätzlich frei. Er kann mit dem Erbe im Grunde zu Lebzeiten tun und lassen, was er will.

Häufig tritt das Problem der Formulierung des gleichzeitigen Versterbens in Ehegattentestamenten auf (z.B. durch Unfall). Hier könnte der Wortlaut: „sollten wir gemeinsam versterben oder in gemeinsamer Gefahr umkommen, dann sollen folgende Personen erben“ gewählt werden.

Wenn Streitigkeiten vorhersehbar sind, sollte man frühzeitig einen Notar oder Rechtsanwalt aufsuchen, um ein zufriedenstellendes Testament aufzusetzen.

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