Die Vorsorgevollmacht

Mit der Vorsorgevollmacht haben Personen die Möglichkeit Personen ihres Vertrauens zu bevollmächtigen bestimmte Angelegenheiten für sie zu regeln. Durch die Vollmacht wird die ausgewählte Person der Vertreter. Eine solche Vorsorgevollmacht muss sich nicht beziehen auf alle denkbaren Angelegenheiten, sie kann beispielsweise nur bezogen sein auf die Vertretung in finanziellen Dingen. Die Vorsorgevollmacht hat den Vorteil, dass für die ausgewählten Bereiche aufgrund der Vorsorgevollmacht kein gerichtliches Betreuungsverfahren mehr durchgeführt werden muss.


Im Krankheitsfall gibt es keine gesetzliche Vertretungsmacht der Ehegatten untereinander oder den Eltern den Kindern gegenüber oder auch umgekehrt. Im Regelfall bedeutet dies, dass es keinen Vertreter gibt, der zur Verfügung steht, sofern aufgrund von Krankheit eine Person ihre Angelegenheiten nicht mehr selber regeln kann. Wurde keiner Person des Vertrauens eine Vorsorgevollmacht ausgestellt, muss mit Hilfe des Gerichts eine Person gefunden werden, welche in der Lage ist die Person zu vertreten. Dieses ist dann das sogenannte Betreuungsverfahren. Die Vorsorgevollmacht sollte möglichst umfassend ausgestellt sein, wenn verhindert werden möchte, dass es später nicht zu einem gerichtlichen Betreuungsverfahren kommt.

Die Form der Vorsorgevollmacht

Bei der Erteilung von einer Vorsorgevollmacht ist keine bestimmte Form vorgeschrieben. Insbesondere ist grundsätzlich auch keine notarielle Beurkundung notwendig. Mit einer Ausnahme. Dies ist erforderlich wenn die Vollmacht sich auf den Erwerb oder auch auf die Veräußerung von Grundbesitz oder Aufnahme eines Verbraucherdarlehens handelt. Aus Beweisgründen sollte die Vorsorgevollmacht schriftlich ausgestellt werden. Nur Personen, welche geschäftsfähig sind, können eine wirksame Vollmacht ausstellen, da eine solche Vollmacht insbesondere ausgestellt wird für den Fall das einige Dinge nicht mehr eigenverantwortlich geregelt werden können. In diesem Fall können eventuell Zweifel auftreten an der Geschäftsfähigkeit. Daher ist anzuraten, eine Vollmacht auszustellen. Es nie zu früh eine solche auszustellen. Es empfiehlt sich zum Ausschluss von Zweifeln einen Spezialisten wie eine Notarin oder einen Notar hinzu zu ziehen oder eine Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt.

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