Die Trauer öffentlich machen

Wenn ein geliebter und nahestehender Mensch seinen letzten Weg gegangen ist, bleibt für die Verwandten neben dem Gefühl der Trauer auch die Verantwortung, dem Verstorbenen einen würdevollen und schönen Abschied zu bereiten. Viele Aufgaben müssen dafür übernommen werden, u.a. wird in der Regel eine Todesanzeige in der regional erscheinenden Tageszeitung geschaltet.

Diese teilt den Tod anderen Menschen mit und zeigt zudem das Datum der Beisetzung oder Trauerfeier an. Als Reaktion auf eine solche Anzeige erreichen die Hinterbliebenen meist viele Beileidsbekundungen. Zudem wird es ihnen genommen, jeden Freund oder Bekannten selbst über den Verlust informieren zu müssen.

Die persönlichste aller Anzeigen

Die Gestaltung der Todesanzeige kann sehr individuell erfolgen. Neben dem Namen und dem Geburts- sowie Sterbedatum wird von den Hinterbliebenen meist noch ein religiöser Spruch hinzugefügt, der die eigene Trauer ausdrückt.

Auch christliche oder anrührende Symbole wie gefaltete Hände oder eine erloschene Kerze werden gerne in die Anzeige eingebracht. Sehr beliebt und besonders persönlich ist es zudem, ein Bild des Verstorbenen mit drucken zu lassen. Die Kosten für eine solche Todesanzeige variieren sehr stark. Neben der Größe der Anzeige und der Wortanzahl spielt auch die Auflagenzahl der gewählten Zeitung eine Rolle. Lokalzeitungen sind in der Regel preiswerter, wenn es um Familienanzeigen geht als überregionale Zeitungen.

Bei einer Todesanzeige kann jeder seinen Gefühlen freien Lauf lassen und sie dem eigenen Gefühl entsprechend gestalten.

Nicht nur von nahen Verwandten werden solche Anzeigen geschaltet. Auch enge Freunde, Schulkameraden, Kollegen oder Vereinsmitglieder nehmen auf diese Weise Abschied von einem gemeinsamen Weggefährten.

Eine solche Anzeige ist von einer Traueranzeige zu unterscheiden. Eine Traueranzeige wird in der Regel erst nach der Beisetzung veröffentlicht und dient dazu, dem Verstorbenen zu erinnern, etwa am jährlichen Todestag. Auf diese Weise gerät der Verstorbene nicht in Vergessenheit und für viele Hinterbliebenen gehören beide Arten von Anzeigen zu ihrer zu bewältigenden Trauerarbeit dazu.


Die Trauer in Worte fassen

Die Sprüche sind dabei sehr tiefsinnig, haben zumeist einen religiösen oder auch weltlichen Bezug. Sind die Worte an die Hinterbliebenen gerichtet, ist deren Zweck zudem, auch Trost zu spenden. Es fällt oft schwer im Angesicht des kürzlich erlittenen Verlustes die passenden Worte zu finden, sei für den Ausdruck der Anteilnahme, oder um in einer Todesanzeige mitzuteilen, dass man selbst einen großen Verlust erlitten hat.

-> Trauer in Worte fassen


Kondolenzbuch mit Gedenkseiten

Doch diese Seiten dienen oftmals auch den Angehörigen dazu, nicht nur ihre Trauer mitzuteilen, sondern auch ihre Wut und die oftmals damit verbundene Hilflosigkeit zu äußern. Das ist gerade dann der Fall, wenn der Tod durch einen Unfall eingetreten ist und man hat das Gefühl, das man dem Opfer keine Gerechtigkeit zu teil kommen lies.

-> Kondolenzbuch

Die Trauer öffentlich machen
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