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Die Promession als umweltfreundliche und alternative Methode

Die Promession  ist eine besonders moderne Variante der Bestattung und es handelt sich dabei um ein ganz spezielles und neues Verfahren bei einem Begräbnis und die ökologischen Gesichtspunkte stehen dabei im Vordergrund. Egal, ob bei der Feuerbestattung oder bei der Erdbestattung – bei beiden Varianten gelangen Schadstoffe in die Natur. Bei der Promession versucht man, diesen Vorgang soweit es geht zu vermeiden. Besonderer Wert wird darauf gelegt, Schwermetalle, wie zum Beispiel Quecksilber, das aus Zahnfüllungen mit Amalgam stammen kann, keinesfalls freizusetzen. Somit zählt die Promession zu den besonders umweltschonenden Varianten der Bestattung und ist eine interessante Alternative.

Wie funktioniert das Verfahren?

Bei diesem neuartigen Verfahren wendet man einen ganz besonderen Ablauf an, welcher aus der Kryonik bekannt ist. Im Übrigen wurde das Verfahren der Promession von einer schwedischen Frau namens Susanne Wiigh-Mäsak erfunden und wurde in ganzen 36 Ländern zum Patent erklärt. Als erstes kühlt man den Leichnam bis auf -17° herunter, um diesen folglich in ein Bad aus flüssigem Stickstoff zu tauchen. Dort wird der Verstorbene dann auf -196 °C heruntergekühlt. Sind die Temperaturen zu niedrig, wird jeder Bestandteil im Körper so hart wie Glas. Diesen Zustand kann man folglich dafür ausnutzen, um den Körper einem Prozess mittels Rüttelverfahren auszusetzen. Dadurch zerfallen sämtliche Bestandteile in ein Granulat. Anschließend wird dieses Granulat vakuumiert und sämtliche Flüssigkeit entzogen. Der Rest, der dann noch übrig ist hat ein Restgewicht von ungefähr 30 % vom ursprünglichen Gewicht. Somit ist es möglich, einen Sarg, der zudem biologisch abbaubar ist, in geringer Tiefe zu bestatten. Nach einer minimalen Zeitdauer von nur 6-12 Monaten hat sich das Granulat in der Erde komplett auf biologischem Wege abgebaut.

Einziger Nachteil ist der hohe Energiebedarf

Der einzige Nachteil, den die Promession hat, ist, dass man dafür sehr viel Energie aufwenden muss, denn es werden pro Beerdigung 6000-10.000 kWh aufgewendet. Dieselbe Menge entspricht zum Beispiel einem Verbrauch von 3 t Steinkohle in einem Kraftwerk.

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