Die Obduktion

Eine Obduktion wird immer dann an einem Leichnam vorgenommen, wenn der Tote keine offensichtliche Merkmale zu seiner Todesursache aufweist. Mit der Obduktion sollen nähere Erkenntnisse zur Todesursache und zum Todeszeitpunkt gewonnen werden. Während der Obduktion ist eine ganz bestimmte Reihe an Abläufen einzuhalten. In denen unter anderem alle inneren und äußeren Merkmale des Toten protokolliert werden.

Autopsie und Obduktion

Bei den Begriffen Autopsie und Obduktion handelt es sich um zwei verschiedene Wörter, die ein und die Selbe Sache beschreiben. Mit beiden Begriffen ist die innere Leichenschau gemeint. Wobei Autopsie aus dem Griechischen stammt und Obduktion aus dem Lateinischen kommt. Beide Begriffe bedeuten sinngemäß, dass man einen Blick auf etwas wirft. Während der Autopsie werden erst einmal alle Hinweise zum Tod protokolliert, die bei der äußeren Betrachtung der Leiche gewonnen werden. Nach diesem Vorgang folgt eine chirurgische Öffnung des Körpers. Eine Autopsie dauert etwa dreieinhalb Stunden.

Die Autopsie und ihr Ablauf

In der Regel wird bei einer Autopsie stets ein bestimmter Ablauf eingehalten. Der erste Teil der Obduktion beinhaltet die äußere Besichtigung der Leiche. Hierbei werden alle sichtbaren Hinweise zur Todesursache aufgeschrieben. Gleichzeitig werden Daten wie Alter, Name, Größe und Gewicht ebenfalls protokolliert. Weist der Leichnam Verletzungen oder Narben auf, die nicht im Zusammenhang mit seinem Tod stehen, so werden diese dennoch aufgeschrieben. Ist die äußere Besichtigung abgeschlossen, folgt die innere. Die mit der Schädelbesichtigung beginnt. Darauf folgen Untersuchungen im Brustbereich und unterem Bauchbereich. Die Autopsie wird in drei Arten eingeteilt. Die klinische Obduktion wird vorgenommen, wenn jemand auf unbekannte Weise in einer medizinischen Klinik verstirbt. Eine sanitätspolizeiliche Autopsie wird vom Gesundheitsamt angeordnet, wenn der Verstorbene außerhalb einer Klinik verstarb und die Art und Weise nicht eindeutig ist. Die gerichtliche Autopsie erfolgt, wenn Zweifel an der festgestellten Todesursache bestehen. Derartige Autopsien können nur von einem Richter oder einem Staatsanwalt angeordnet werden.

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