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Der Bestatter – Ein nicht alltäglicher Beruf

Für die meisten ist es das Grauen pur, für die anderen der absolute Traumberuf: Bestatter. Mittlerweile beinhaltet der Job umfangreiche Aufgaben. So wird der Totengräber im gewissen Maße  zum Event Planer. Vorurteile gibt es in dieser Hinsicht viele, doch ist es nicht so, dass der Beruf eintönig ist er bietet auch eine Menge Herausforderungen. Der Umgang mit trauernden Personen ist dabei nur eine Aufgabe von vielen. Das Bild von dem im Auto sitzenden Bestatter, der ständig Tote herumfährt, ist schlicht weg falsch. Seit 2003 existiert nun auch der Ausbildungsberuf zur Bestattungsfachkraft.

Anspruchsvoll und vielseitig

Die Vielseitigkeit des Berufs wächst immer mehr. Dies liegt vor allem daran, dass die Aufgaben des Bestatters wachsen. Die Angehörigen wollen mehr von ihm, als nur den Transport des Toten. Die Trauerfeiern werden immer größer und die Ansprüche an eine solche Veranstaltung ebenfalls. Das liegt auch daran, dass die Möglichkeiten heutzutage einfach vielfältiger sind. Viele Personen erwarten von dem Bestatter selbst eine rituelle Begleitung. Zutreffen tut das vor allem dann, wenn die Betroffenen nicht in der Kirche sind. So müssen bereits die Azubis nicht nur Bestattungsgesetze lernen, sondern ebenfalls Buchhaltung, internationales Recht und Riten unterschiedlicher Religionen. Natürlich darf auch die Warenkunde nicht fehlen, denn hier geht es um Urnen, Särge und Trauerwäsche. Insgesamt sind Beerdigungen in Deutschland in den letzten Jahren persönlicher geworden. Oft aber auch bunter und manchmal sogar ein wenig fröhlicher.

Voraussetzung

Auch heute ist es noch so, dass für die Eröffnung eines Beerdigungsinstitutes keinerlei Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Trotzdem oder gerade deshalb setzten immer mehr Unternehmen auf umfangreiche Qualifikationen. Immerhin ist die Branche umkämpft und deshalb sind die Details entscheidend. Pro Jahr werden rund 170 Lehrlinge in etwa 3800 Betrieben bundesweit ausgebildet. All jene üben sich auf dem einzigen Lehrfriedhof in Europa, welcher sich in Münnerstadt befindet. Der Beruf Bestatter ist keine Notlösung, er ist Berufung.

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