Home / Dokumente, Testament & mehr / Der äußere Rahmen eines Testaments

Der äußere Rahmen eines Testaments

Wer sich entschließt, ein Testament aufzusetzen, der möchte auf alle Fälle, dass dieser Letzte Wille berücksichtigt wird. Dafür ist es nötig, einige äußere formale Dinge zu beachten, damit das Testament nicht wegen Ungültigkeit seine Wirkung verliert. Zunächst muss der Verfasser wichtige Bedingungen erfüllen. Das ist zum einen die Geschäftsfähigkeit und zum anderen die Volljährigkeit. Ausnahmen und spezielle Regelungen gibt es für Jugendliche ab 16 Jahren. Um zu verhindern, dass die Geschäftsfähigkeit im Nachhinein angezweifelt wird, sollte man in diesem Fall eine Bescheinigung des Arztes dem Testament beifügen. Dieser kann attestieren, dass man aus medizinischer Sicht durchaus in der Lage war, seinen Letzten Willen kundzutun.

Wer kann das Testament verfassen?

Das kann ein Notar sein. Diese sind verpflichtet, dabei dem Erblasser umfassende Beratungen angedeihen zu lassen. So kann man sich darauf verlassen, dass das Testament juristisch einwandfrei aufgeschrieben ist. Man kann auch ein verschlossenes, selbst geschriebenes Testament einem Notar überlassen. Damit verzichtet man auf die Beratung und der Notar erfährt den Inhalt nicht. Die ist ein sogenanntes hinterlegtes Testament, welches ausschließen soll, dass der Finder des Schriftstückes dieses verschwinden lässt. Das notariell verfasste Testament kostet natürlich Gebühren, macht aber auch einen Erbschein unnötig. Natürlich darf man ein Testament auch nach wie vor eigenhändig verfassen. Dies muss dann handschriftlich geschehen. Möchte man diese Art wählen, ist eine Beratung dennoch sinnvoll.

Warum eine Beratung vor Testamentsverfassung?

Eine Beratung durch einen Juristen oder Notar ist auf alle Fälle sinnvoll. Denn so kann man vermeiden, dass man Dinge festlegt, die nicht haltbar sind. Beispiel: Wer eines seiner Kinder enterben möchte, kann dies zwar festlegen, aber es würde nicht dazu führen, dass dieses Kind vollkommen leer ausgeht. Denn der Pflichtteil steht auf alle Fälle zu und kann nicht ohne Weiteres testamentarisch ausgeschlossen werden. In solch gravierenden Fällen ist eine juristische Beratung auf alle Fälle anzuraten.

Lesen Sie auch:

Erbvertrag als Alternative

Über den Tod reden die wenigsten gerne. So hat es schon manche böse Überraschungen gegeben, …

3 Kommentare

  1. Schöne Webseite mit vielen wichtigen Details. Beim Anwalt/ Notar hätten mich diese Auskünfte mal eben locker 100 EURO gekostet. Besten Dank!