Dem Finanzamt muss unversteuertes Vermögen im Nachlass gemeldet werden

Es wird von Rechtsanwälten ausgeführt, das die Landesregierung von NRW weiterhin die Steuersünder rigorose fortsetzen wird, aufgrund dessen, das erneut Steuerdaten aus der Schweiz angekauft wurden. Doch müssen nicht nur die vielen Geldanleger mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, sondern auch deren Erben. Denn sie haben die Pflicht, ein unversteuertes Vermögen, das sich im Nachlass befindet, unverzüglich dem Finanzamt mitzuteilen.

Geld wurde in die Schweiz transferiert

Einige deutsche Bundesbürger haben im Anfang der 1980er Jahre Geld in die Schweiz transferiert und waren somit in der Lage die Deutschen Finanzämter zu umgehen, denn sie versteuerten ihre Zinsen nicht in Deutschland. Viele Erben befinden sich nun im Besitz des Geldes der ehemaligen Steuersünder, die verstorben sind. Es wird allen Erben von der Anwaltskammer Freiburg geraten, ob die Erbschaft eventuell teilweise oder ganz aus Schwarzgeld besteht. Es wird sogar angeraten, das wenn ein begründeter Verdacht besteht, die Erbschaft eventuell auszuschlagen. Da ein Erbberechtigter in der Regel ein Laie ist, ist er nicht in der Lage, den Wert des Erbes einzuschätzen, daher ist es ratsam, einen qualifizierten Rechtsrat einzuholen. Möchte man eine Erbschaft ausschlagen, dann hat man dazu allerdings nur sechs Wochen Zeit, nach dieser Zeit ist man verpflichtet, das Erbe anzutreten.

Die Rechte und Pflichten eines Erben

Als Erbe hat man nicht nur Rechte, sondern man hat auch Pflichten zu erfüllen. Das ist beispielsweise die Abgabe der Steuererklärung beim Finanzamt sowie die Mitteilung über eventuell unversteuertes Vermögen im Erbe, die unverzüglich erfolgen muss. Teilt der Erbe dieses nicht mit, bzw. gibt eine unvollständige Steuererklärung ab, dann kann er der Steuerhinterziehung bezichtigt werden. Das hat dann zur Folge das sich der Erbe nach dem Bekanntwerden strafrechtlichen Konsequenzen aussetzen muss. Der Erbe hat die Möglichkeit der Selbstanzeige beim Finanzamt und somit besteht die Möglichkeit, dass er straffrei ausgeht. Diese Selbstanzeige ist jedoch ungültig, wenn die Steuerhinterziehung den Behörden schon bekannt ist. Die Selbstanzeige ist nur mit einem versierten Rechtsanwalt ratsam, der einem in diesem Fall berät.

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