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Das Testament und seine Tücken

Jedes Jahr werden rund 150 Milliarden Euro vererbt, aber nur die wenigsten Menschen erstellen ein Testament, welches wirklich alle Angelegenheiten optimal regelt. Ein handgeschriebenes Testament kann, das eines Notares außer Kraft setzen, sofern es Datum und die vollständige Unterschrift enthält. Bei mehrseitigen Testamenten muss jede Seite nummeriert mit Datum und voller Unterschrift versehen sein. Um einer Änderung unbefugter Personen oder Diebstahl vorzubeugen, sollte es bei Gericht oder einem Notar in Verwahrung gegeben werden.

Was darf an wen vererbt werden?

Tieren, Institutionen, Vereinen etc. darf man kein Vermögen vererben. Es gibt allerdings Umwege. Soll es dem Tier gut ergehen, vererbt man es samt Vermögen einer Vertrauensperson und legt genau dar, wie sich das Leben des Tieres gestalten soll. Wer ein Haus, Wohnung etc. vererben möchte, welches in einer bestimmten Zeit nicht veräußert werden darf, der sollte sich unbedingt den Rat eines Notars einholen, denn hier gibt es unter Umständen Möglichkeiten die testamentarischen Bestimmungen zu umgehen. Statt Verwandte können auch beispielsweise Freunde zum Erbe benannt werden. Die nächsten Angehörigen erhalten dann nur den Pflichtteil. Gegenstände zu vererben ist besonders kompliziert und nur gültig, wenn die Vermächtnisse aus der Erbmasse heraus gerechnet werden. Es muss zwischen Vermächtnisnehmern und Erben unterscheiden und namentlich genannt werden.

Außerdem gut zu wissen

Am besten ist es Vermögen zu verschenken. Zwischen Schenkung und Ableben müssen zehn Jahre stehen. Andernfalls bekommen die nächsten Angehörigen ihren Pflichtteil, welcher sich von Jahr zu Jahr verringert. Ein Testament kann jeder Zeit widerrufen werden. Im Scheidungsfall erlischt dieses sogar. Stirbt ein Partner, kann ein Widerruf ausgeschlossen sein. Hier muss der überlebende Partner das Testament ausschlagen oder anfechten. Die Gründe hierzu müssen allerdings schwerwiegend sein. Um Schulden nicht zu erben, kann das Testament in einer Zeit von vier bis sechs bei einem Nachlassgericht oder Notar ausgeschlagen werden. Wenn der Erbe das handschriftliche Testament, Versorgevollmacht oder Ähnliches besitzt, ist ein Erbschein nicht erforderlich. Personen welche unter Betreuung stehen können ihr Testament nicht mehr abändern.

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