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Das Testament

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Testament zu verfassen. Oftmals wird ein Vermächtnis geschrieben, was verschiedene Dinge umfassen kann. Am häufigsten geht es hierbei um Schmuck, Möbel oder sogar Immobilien. Des weiteren kann es um lebenslanges Wohnrecht in einem Haus, die Rente oder eine bestimmte Summe gehen. Hin und wieder werden auch ganze Unternehmen durch ein Vermächtnis vererbt.

Das besondere des Vermächtnisses ist, dass nicht nur die direkten Nachfahren etwas erben, sondern diese durch den Letzten Willen dazu aufgefordert werden, einer oder mehreren anderen Personen etwas auszuhändigen, was der Verstorbene zuvor schriftlich niedergelegt hat. So kann beispielsweise der Sohn aufgefordert werden, der Freundin des Verstorbenen ein gewisses Schmuckstück auszuhändigen. Das Vermächtnis ist bindend und muss befolgt werden, auch wenn es nicht immer auf freudiges Einverständnis trifft.

Das Berliner Testament

Das Berliner Testament ist ebenfalls eine Form des Testamentes. Hierbei geht es häufig um Ehepaare, von denen einer stirbt und den anderen abgesichert wissen möchte. Der Großteil des Erbes geht also an den Ehepartner und weitere kleinere Teile müssen sich die Kinder des Paares teilen. Die Kinder werden hier auch Schlusserben genannt. Das Berliner Testament ist nicht lupenrein, denn Kinder sind direkte Nachfahren und ihnen steht somit ein Pflichtanteil zu, der mit Hilfe eines Anwaltes eingeklagt werden kann. Es ist daher immer ratsam, eine Pflichtteilklausel mit in das Testament einzubauen. Mit dieser soll der Pflichtteil durch eine gewisse Zuwendung ausgetauscht werden.

Handschriftliches Testament

Beim handschriftlichen Testament reicht es nicht, den kompletten Text mit einer Schreibmaschine zu schreiben und diesen Text dann zu unterschreiben, sondern der Text des kompletten Testamentes muss mit der Hand geschrieben sein. Die eigene Unterschrift ist hierbei sehr wichtig. Schreibt man nach der Unterschrift noch einen Satz, müsste dieser wiederum durch eine weitere persönliche Unterschrift bestätigt werden. Ein Besuch beim Notar wäre sicherlich für ein handschriftliches Testament sehr wichtig, damit man keinerlei Regelverstöße begeht, die dieses Testament anfechtbar machen.

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