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Das Kondolieren damals und heute

Das Kondolieren ist das Ausdrücken von Anteilnahme am Verlust eines Menschen. Es wird gegenüber dessen nahen Verwandten oder ihm nahestehenden Menschen von Außenstehenden erbracht. Die Art kann sehr verschieden sein. Üblich ist es persönlich, entweder durch einen Besuch der Familie, oder auch nach der Trauerfeier, sofern man an dieser teilnimmt. Auch werden hier oft die sogenannten Kondolenzbücher ausgelegt, in die sich die Teilnehmer der Trauerfreier eintragen.

Eine weitere Möglichkeit sind Trauerkarten, die geschrieben werden. Hier ist oft ein entsprechender Wortlaut aufgedruckt. Diesen kann man im Inneren einfach mit dem Namen der eigenen Familie ergänzen oder auch die Karte für persönliche Worte nutzen. Auch ist eine Kondolenz möglich durch eine Anzeige in der Tagespresse. Dieser Weg wird oft von Firmen oder Vereinen gewählt.

Außerdem können dazu auch Kränze, Blumengestecke oder kleine Blumensträuße üblich sein. Je nachdem, wie Nahe einem der Verstorbene oder dessen Angehörige stehen, ist es heute üblich, solche Blumengebinde vor der Trauerfeier abzulegen. Diese können wiederum Schleifen mit aufgedruckten Namen oder Beileidsbekundungen enthalten.

Die frühere Bedeutung

Früher war es wesentlich üblicher, an Trauerfeiern teilzunehmen oder zu kondolieren. Leider hat diese Tradition in der heutigen Zeit etwas von ihrer Bedeutung verloren. Besonders im dörflichen Umfeld war es früher üblich, dass eine Dorfgemeinschaft gemeinsam trauerte und auch den Hinterbliebenen so gut wie möglich unter die Arme griff. Sei es mit persönlichen Hilfsangeboten oder auch Geld, sofern möglich. Damit sollten vor allem Witwen und Weisen unterstützt werden, die oft keinerlei finanzielle Versorgung hatten.

Die Gegenwart

Heute ist eine Geldzuwendung eher dafür gedacht, die immensen Kosten für Beisetzungen und Trauerfeiern mitzutragen. Allerdings gibt es heute viele Menschen, die ein Kondolieren und die damit verbundenen Möglichkeiten schlichtweg für unnötig halten und sich auch nicht verpflichtet fühlen, an Trauerfeiern teilzunehmen. Dies ist eine traurige Entwicklung, die leider schon seit einiger Zeit anhält. Sie lässt darauf schließen, dass das Mitgefühl unter den Menschen erheblich nachlässt.

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