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Buch-Tipp: Aus die Maus. Ungewöhnliche Todesanzeigen

Unser heutiger Buch-Tipp:

Christian Sprang und Matthias Nöllke:

„Aus die Maus. Ungewöhnliche Todesanzeigen

224 Seiten, 7,95 €uro, KiWi

Wenn sich eine Familie mit dem Tod eines Liebsten „einverstanden“ erklärt, sind Christian Sprang und Matthias Nöllke auf den Plan gerufen. In ihrem Taschenbuch- Bestseller „Aus die Maus“ sammeln die beiden kuriose Todesanzeigen – mit Erfolg: Platz acht der aktuellen Taschenbuch-Bestsellerliste.

„Ich lebe noch!!“, ist sicherlich einer der kuriosesten Texte in einem an kuriosen Texten reichen Buch. Erika R. aus dem badischen Rastatt hat ihn verfasst – in Form einer Todesanzeige. Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, und der Journalist und Buchautor Matthias Nöllke haben diese gefunden und nebst 290 ihrer liebsten ungewöhnlichen Todesanzeigen gebündelt. Die daraus entstandene Sammlung „Aus die Maus“ ist jetzt auf Platz acht der Taschenbuch-Bestseller gestiegen. Die beiden Autoren kennen sich seit gemeinsamen Studientagen in Marburg. Sprang wurde der Freund mit dem Todesanzeigentick: Gegen Ende des Studiums stieß er in einer Zeitung auf eine Anzeige, in der jemand „unverhofft“ statt „unerwartet“ das Zeitliche gesegnet hatte. Die in der WG-Küche deponierte Todesanzeige animierte die Mitbewohner dazu, ebenfalls kuriose Texte zu Verstorbenen zu suchen: Der Grundstein für die ungewöhnliche Sammlung war gelegt.

„Spaß an Sprache“ gibt der Jurist und promovierte Musikwissenschaftler Sprang als Grund für den Aufbau seiner viele Hundert Todesanzeigen umfassenden Sammlung an. Offenbar handelt es sich dabei um eine Sprache, die Emotionen weckt: „Ich muss ganz oft weinen, wenn ich Todesanzeigen lese. Manche Texte können mich wiederum heftig zum Lachen bringen“, sagt Sprang.

In dem Buch gibt es zwar auch reichlich Material für nah am Wasser Gebaute, es überwiegen jedoch die Inserate zum Schmunzeln oder gar zum lauten Auflachen.

Da ist zum Beispiel der verstorbene Ingenieur Heinz W., der sein letztes Projekt im Krematorium zur Anzeige bringt, Edith S., die den lieben Gott zu sich genommen hat, oder Rita, zu deren Ableben ein gewisser Heini in der Todesanzeige behauptet, der Tod sei barmherziger als die Unbarmherzigkeit der Verstorbenen.

Und dann lesen wir noch eine Anzeige zum Tode von Waly H. aus Zürich: Kees, Urs, Lisa, Dario, Tim und Lukas fiel dazu nur „Einverstanden“ ein.

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