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Biologisch abbaubare Kunststoffsärge

Die Geschichte der biologisch abbaubaren Kunststoffsärge begann in Kenya. Dort sterben täglich rund 700 Menschen an Aids, und die Regierung mahnte bereits im Jahr 2005 wenig pietätvoll, aber dafür sehr auf den Schutz der schwindenden Wälder im Land bedacht: „Es ist nicht sinnvoll, unsere Bäume für Särge zu fällen!“

Kunststoff als Ersatz kam aber auch nicht in Frage, weil Plastik im Boden nicht vollständig abgebaut wird. Die Lösung kam dann in Form eines „Arboform“ genannten Kunststoffs der Firma Tecnaro in Baden-Württemberg: Arboform wird aus Biomaterialien und Holzbestandteilen hergestellt, die als Abfallprodukt der Zellulose-Industrie anfallen.

Aus der Forschung entstanden

Anders als echtes Holz lässt der Werkstoff sich aber mit ähnlichen Methoden wie Kunststoff aus Erdöl verarbeiten. Ansonsten ähnelt Arboform in seinen Eigenschaften eher Holz: Der Biokunststoff ist biologisch vollständig abbaubar und lässt sich wie Holz im Krematorium verbrennen, zeigten Anfang 2009 Versuche eines spanischen Bestattungsunternehmens.

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