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Bestattung mit Urne – früher und heute

Urnenbestattung in Deutschland

Die Bestattung in einer Urne  besitzt eine lange Tradition. Schon in der Bronzezeit wurden in Europa Beisetzungen von Leichenresten aus Feuerbestattungen als Bestandteil eines Totenkultes in Urnen ausgeführt. In prähistorischer Zeit fertigten die Menschen kunstvoll geformte Urnen aus Keramik. Es kamen aber auch Behältnisse aus Stoff oder Holz als Urne zum Einsatz.

Im westlichen Europa war eine typischen Urnenfelderkultur üblich, die von den Wissenschaftlern in unterschiedliche Epochen und regionale Gruppen unterteilt wird. Nach dem Einäschern auf einem Scheiterhaufen, fand die Beisetzung der Urne auf einem Gräberfeld oder in einem Grabhügel statt.

Wiedereinführung der Feuerbestattung mit Urne

Im Laufe der Christianisierung wurde die Feuerbestattung immer mehr von der Erdbestattung verdrängt. Die katholische Kirche erstellte im Jahre 1886 sogar ein Verbot zum Verbrennen von Leichen, das bis 1960 galt. Trotzdem wagte der Europäische Bestattungskongress schon 1878 einen Vorstoß. Im gleichen Jahr wurden in Mailand und in Gotha die ersten Krematorien errichtet. Die erste Einäscherung mit Beisetzung in einer Urne erfolgte am 10. Dezember 1878.

Urnenbestattungen in der heutigen Zeit

Weil die Friedhofsflächen immer knapper werden, forcieren mittlerweile Städte und Gemeinden Beisetzungen mit Urne. Das große Angebot an individuell gestalteten Bestattungsurnen wird jedem Einsatzzweck gerecht. Als Material für eine Urne kommt sowohl Keramik als auch Marmor, Holz und Stahl infrage.

Urnen stellen nicht nur ein einfaches Gefäß dar, denn schließlich handelt es sich um ein Monument, das an einen geliebten Menschen erinnert. Eine Urne kann schlicht gehalten oder mit Verzierungen geschmückt sein. Oft handelt es sich um Handarbeit, die der Würde des Anlasses gerecht wird.

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