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Bestatter wegen illegaler Beisetzung verurteilt

Deutscher Billig- Bestatter durch Schweizer Gericht zu Geldstrafe verurteilt

Gegen ein im thüringischen Landkreis Schmalkalden ansässiges Billig-Bestattungsunternehmen, hat ein Schweizer Gericht nun „ein Strafmandat zu einer bedingten Geldstrafe und einer Buße verhängt“. Wie bereits am 18. Oktober 2010 berichtet wurde, wurde gegen das Bestattungsunternehmen wegen des Verdachts der illegalen Einäscherung und illegalen Beisetzung ermittelt. Es bestand der Verdacht dass der Bestatter die Asche von zahlreichen Verstorbenen illegal in der Schweiz verstreut habe.

Wie die Staatsanwaltschaft Oberland (Kanton Bern) bestätigte, hat das zuständige Untersuchungsrichteramt die Geldstrafe auf Bewährung ausgesetzt.

Nach Angaben der Schweizer Justiz hat das deutsche Unternehmen bei seinen Feuerbestattungen in der Schweiz in den Jahren 2009 und 2010 gegen mehrere Gesetze verstoßen, darunter das Waldgesetz und das Ausländergesetz. Demnach hatte das Unternehmen nie eine Genehmigung für kommerzielle Bestattungen im Kanton Bern erhalten. Die Berner Staatsanwaltschaft bestätigte: „Nach unseren Erkenntnissen waren alle Bestattungen, die der deutsche Bestatter im Kanton Bern ausgeführt hat, illegal. Er hatte keine Bewilligungen für die Ausstreuung von Aschen. Davon sind die Aschen Dutzender Verstorbener betroffen.“

Der deutsche Bestatter hat gegen das Urteil Einspruch erhoben. Das Verfahren liegt nun beim Regionalgericht Oberland.

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